Unvergessen: Amal

Amal, wir wussten, als du zu uns kamst, dass es nicht leicht werden würde. Du warst auf Haut und Knochen abgemagert, deine Augen entzündet….wir wussten nicht, was du erlitten hast, aber dass du eine schwere Leidenszeit hinter dir hattest, dazu brauchte es nicht viel, um das zu erkennen.
Amal
Du konntest es uns nicht erzählen, aber dankbar hast du jede Form der menschlichen Zuwendung angenommen, hast dich gefreut, wenn wir in deine Nähe kamen. Und wenn wir dich auf den Arm genommen haben, dann hast du so geschnurrt, dass es uns fast das Herz gebrochen hat zu sehen, wie sehr du noch dem Menschen vertraut hast. Wir haben uns so sehr gewünscht, dass du noch einmal zu Kräften kommst, dich erholst und noch einmal ein Leben in Liebe und Fürsorge genießen kannst. Wir hatten sogar schon eine Familie, die dich aufnehmen wollte. Aber du hast es nicht geschafft. Als sich keine Besserung einstellte, mussten wir Abschied nehmen. Wir haben die Ärztin kommen lassen, denn wir wollten dir nicht noch einen Transport in der Box zumuten. So bist du am 23. 07. 2012 um 12.00 Uhr draußen im Garten, auf einer Decke liegend, eingeschlafen. Es ging ganz schnell, denn du warst so schwach. Wir hoffen sehr, dass es dir jetzt gut geht, dass du keine Schmerzen mehr hast und das Leben nachholst, welches dir hier verwehrt wurde.