Mosias und Nephis neuer Besitzer erzählt aus dem Katzenleben…

Hallo Elfi,

bitte entschuldige, dass ich mich erst jetzt melde, aber mit den beiden Rabauken vergeht die Zeit wie im Flug. Vor allem weil sie das Talent haben, einen so in Beschlag zu nehmen, dass man kaum noch zu etwas anderem kommt.

Den Beiden geht es sehr gut. Und so langsam können wir uns auch mehr oder (meistens) weniger auf die eine oder andere Regel einigen.

Wir führen immer noch eine lebhafte Diskussion was das Thema „Mein Essen – Ihr Essen“ betrifft, wobei mir eine Wassersprühflasche z. Zt. noch überzeugende Argumente an die Hand gibt. Ich rechne eigentlich täglich damit, dass sie mit Regenklamotten vor mir stehen, um das Thema noch einmal neu zu diskutieren.

Während es Mosia durchaus reicht, neben mir zu liegen, und immer mal wieder gestreichelt zu werden, wenn ich vor dem PC sitze, entwickelt sich Nephi zu einem echten Kampfkuschler. Wenn Nephi kuscheln will, dann kommt er zu einem, stellt sich auf die Hinterbeine und stupst so lange mit seiner Nase in mein Gesicht und gibt eine Mischung aus Miauen und Fiepen von sich, bis man sich auf der Couch zurück lehnt und er es sich auf der Brust gemütlich machen kann.

Das Problem ist, dass, wenn man recht Müde von der Arbeit nach Hause kommt, entspannt zurücklehnen nicht die beste Idee ist, um Wach zu bleiben, was die beiden Räuber Anfang der Woche auch gnadenlos ausgenutzt haben.

Ich hatte mir was zu Essen von McDonalds mitgebracht. Als ich mich meinem zweiten Burger widmete, stand plötzlich Nephi vor mir und wollte kuscheln. Ein Nein wurde nicht akzeptiert. Und es kam, wie es kommen musste. Entspannt zurück gelehnt auf der Couch, mehr liegend als sitzend und einen schnurrenden Kater auf der Brust, lassen die Augenlider sehr schwer werden. Ich habe wohl ca. eine Stunde gedöst. Als ich wieder wach wurde, war von meinem Burger nur noch zwei Brötchenhälften und das Grünzeug über, das Fleisch hatte sich auf wundersame Weise aus dem Staub gemacht. Auf mein Nachfragen hin reagierten sie sehr empört auf die Unterstellung, etwas mit dem Verschwinden zu tun zu haben und waren nicht bereit, sich ohne ihren Anwalt weiter zur Sache zu äußern.

Was ich besonders schön finde, auch wenn es manchmal schon absurde Züge annimmt, ist ihre Fixiertheit auf mich. Die Beiden wollen immer im gleichen Raum sein wie ich. Und selbst wenn sie fest neben mir auf der Couch geschlafen haben und ich nur einmal eben etwas aus der Küche holen will, kommen die Beiden, wen auch völlig schlaftrunken hinterher, anstatt eben zu warten bis ich wieder da bin.

Wie man sieht, wird mir mit den Beiden nie langweilig.

Liebe Grüße
Dieter Fuchs