Todesfalle für Hunde!

Todesfalle Auto! (Symbolbild DPA)
Jetzt passiert es immer wieder. Trotz der hohen Temperaturen werden Hunde, manchmal sogar, was ja noch unfassbarer ist, Kinder im Auto zurück gelassen. Was manche Tierbesitzer nicht bedenken: Selbst wenn das Thermometer nicht auf Rekordwerte klettert, wird es im Wageninneren schon nach wenigen Minuten sehr heiß. Bis zu 50 Grad Celsius oder mehr sind möglich. Diese extreme Hitze macht aus dem Auto eine Todesfalle für Hunde.

Hundeschwitzen anders!
Grund dafür: Die Verbeiner schwitzen nicht wie Menschen am ganzen Körper, sondern geben die Hitze vor allem durch Hecheln ab. Ist aber die Umgebung zu warm, nutzt das Hecheln nichts mehr. Es kann sein, dass dem Tier in kurzer Zeit übel wird, es erbricht, keine Luft mehr bekommt oder sein Kreislauf zusammenbricht. Im schlimmsten Fall stirbt es an einem Hitzeschock.Auch gut gemeinte Hilfestellungen bedeuten für die Vierbeiner keine Erleichterung. Im Schatten parken, die Fensterscheibe runterkurbeln und einen Napf voll Wasser hinstellen: All das reicht im Sommer nicht aus, um das Tier vor der Hitze zu schützen.

Ab 25 Grad bleibt der Hund besser zu Hause!
Die geliebten Vierbeiner sollten deshalb bei Außentemperaturen über 25 Grad Celsius lieber zu Hause warten. Wenn der Hund mitkommen muss, parken Tierbesitzer besser in einer Tiefgarage oder einem Parkhaus. Zudem gibt es inzwischen Standklimaanlagen für das Auto, die die Temperatur konstant niedrig halten, wenn es parkt. Auch Aufhalter für die Kofferraumklappe bringen Erleichterung. Ein feuchtes Tuch im Fußraum kühlt die Innentemperatur kurzfristig etwas ab. Hundebesitzer können sich zu
dem spezielle Kühlmatten für Hunde besorgen.

So verhalte ich mich richtig!

Aus aktuellem Anlass, es betrifft den Fall in Norden, wo die Polizei schließlich die Scheibe des Autos eingeschlagen hat (OZ 29.05.18), um den Hund zu retten, weist die Polizei auf die aktuelle Rechtslage hin. Grundsätzlich gilt:
Wer sein Tier eingesperrt der Hitze überlässt, kann nach § 17 des Tierschutzgesetztes zur Rechenschaft gezogen werden.
Wer ein Tier bei sommerlichen Temperaturen in einem Auto vorfindet, muss zunächst versuchen, den Besitzer ausfindig zu machen. Gelingt dies nicht, sollte die Polizei gerufen werden.
Die Scheibe eines Fahrzeugs darf nur dann eingeschlagen werden, wenn ein so genannter entschuldigender Notstand vorliegt. Das ist der Fall, wenn es dem Tier erkennbar so schlecht geht, dass das Warten auf den Besitzer oder die Polizei eine unmittelbare Gefahr für das Leben des Tieres bedeuten könnte. Es empfiehlt sich, den Zustand und die Situation vor Ort zu dokumentieren – etwa mit einem Foto.
Wer eine Scheibe einschlägt, ohne die Polizei zu verständigen, riskiert eine Anzeige wegen Sachbeschädigung. Zusätzlich könnten Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden. Die Polizei weist in diesem Zusammenhang auf die aktuelle Rechtslage hin. Grundsätzlich gilt:
Wer sein Tier eingesperrt der Hitze überlässt, kann nach § 17 des Tierschutzgesetztes zur Rechenschaft gezogen