Großes Sofa gesucht!

Update: 07.09.18
Wir können es immer noch nicht fassen. Dino ist am 05.09.18 gestorben. Lungenentzündung. Trotz intensivster ärztlicher Betreuung und Tierklinik hat er es nicht geschafft. Wir sind unendlich traurig!
Auch für Elli bedeutet das Fehlen von Dino einen sehr großen Verlust, wurde ihr doch ihr großer Beschützer und Begleiter in schweren Zeiten genommen. Sie trauert sehr und daher haben wir beschlossen, ihr nicht auch noch den letzten Halt zu nehmen, den ihr das Vertrauen gibt, dass sie mittlerweile zu ihrem Pflegefrauchen aufgebaut hat. Elli wird deshalb nicht mehr vermittelt, sondern bleibt auf der Pflegestelle.

Update: 30.06.18
Jetzt brauchen Elli und Dino noch einmal Unterstützung. Beide benötigen Medikamente, die nicht billig sind. Ellis Fuß bedarf einer konsequenten Behandlung durch den Tierarzt mit zweitägigem Verbandswechsel und es gibt bisher keinen einzigen Interessenten für die beiden. Ja, es ist nicht einfach und neben der Schilddrüsenerkrankung der beiden, die eine Vermittlung erschwert, ist Elli auch ein ziemlicher Angsthase, aber es wird besser. Sie baut Vertrauen und Selbstbewusstsein auf, jedoch wird es ein langer Prozess, bis dass sie dies nicht nur bei dem Pflegefrauchen zeigt, sondern auf andere Menschen überträgt. Zwischendurch zeigt sich immer wieder ihre Angst davor, dass ihr etwas passiert. Wie gerne würden wir ihr die Sicherheit geben, dass sie nicht mehr schutzlos ist, sondern dass auf sie aufgepasst wird. Sie muss es aber erst einmal verstehen und verinnerlichen. Und das braucht Zeit. Deshalb wäre es wichtig, für die beiden noch einmal Paten zu finden, die sie monatlich finanziell unterstützen. Auch 10,00€ helfen uns und den beiden weiter. Informationen TSV Harlingerland e.V., Tel.: 04974-9144931

Update 12.06.18:
Wie sich jetzt herausstellte, leiden beide Hunde an einer Schilddrüsenunterfunktion und müssen medikamentös behandelt werden.

Als Bären-, Eber- und Hirschhunde wurden sie an Fürstenhöfen gehalten, wo die schönsten und stärksten als Kammerhunde mit vergoldetem Halsband neben dem Bett des Herrn, die Leibhunde mit silbernem Halsband vor der Tür des Schlafgemachs bleiben durften. Die übrige Meute hatte sich mit einfachen eisenbeschlagenen Halsbändern zu bescheiden. Aber alle hatten ein aufregendes und spannendes Leben als Jagdhunde.

Schwere Zeiten

Unsere Beiden hatten da eine weniger aufregende Zeit. Beide Hunde stammen aus einer Beschlagnahmung des Veterinäramtes, da der Hundehalter sich nicht ausreichend um die Tiere kümmerte. Sie waren fast den ganzen Tag alleine, kannten so gut wie keine Spaziergänge und hatten extrem lange Krallen, die das belegen. Elli, die fünfjährige Hündin, hat zudem eine unbehandelte Wunde am Hinterfuß, die sich stark entzündet hatte.

Dino, ein neugieriger Jungspund

Dino ist mit seinen drei Jahren noch ein übermütiger Jungspund, der zunehmend Freude am Leben entwickelt und sich neugierig auf alles, was neu ist, einlässt. Allerdings muss er die Leinenführigkeit noch lernen.

Elli, ein kleiner Angsthase

Elli ist da etwas zurückhaltender, schaut sich die Situation erst einmal skeptisch an und ist unsicher. In ihrer Unsicherheit kann sie, solange sie noch kein Vertrauen aufgebaut hat, auch schon einmal schnappen. Ebenfalls nicht unproblematisch zeigt sie sich im Kontakt mit anderen Hunden, da geht sie an der Leine auch schon mal nach vorne. Elli braucht liebevolle Hilfe und Begleitung, damit sie lernt, dass sie vor vielen Dingen, die sie noch nicht kennt, keine Angst zu haben braucht und sie so zunehmend ihre mangelhaften Erfahrungen ausgleichen und Selbstbewusstsein aufbauen kann. Nach einer Zeit der Gewöhnung aber taut auch sie langsam auf und die beiden werden die reinsten Scmusebacken, die sich vehement beschweren, wenn die Hand mit dem Streicheln aufhört. Auch hier haben beide Nachholbedarf, denn sie lieben es, wenn man sich mit ihnen beschäftigt.

Nur zusammen!

Elli und Dino hängen sehr aneinander, haben sie sich doch in der schweren Zeit gegenseitig Stütze und Halt gegeben. Deshalb möchten wir die beiden nicht trennen. Und das macht es natürlich für die Vermittlung sehr schwer. Das heißt, wir brauchen nicht nur Doggenliebhaber, sondern echte Tierfreunde, die wissen, was auf sie zukommt, wenn sie zwei so große Hunde aufnehmen, die aus dieser defizitären Lebenssituation kommen. Denn zu Anfang ist große Geduld, Souveränität und Ruhe notwendig. Die neuen Besitzer sollten auch damit umgehen können, dass Elli Momente hat, wo man sie nicht anfassen darf. Deshalb dürfen im neuen Zuhause auch keine jüngeren Kinder sein. Noch können wir auch nicht einschätzen, welche Folgen sich durch die lange Fehlbelastungen bei ihr ergeben.
Informationen: TSV Harlingerland e.V., Tel.: 04974-9144931