Ein „wildes“ Weihnachtswunder

Bericht über die Arbeit des Tierschutzvereines Harlingerland im Anzeiger für Harlingerland vom 24.12.2018

So ganz geheuer ist Winnie das Spielzeug noch nicht, aber neugierig, das ist er. Nach ein paar Minuten traut sich der kleine schwarz-weiße Kater dann doch und tappst mit der Pfote nach dem Fisch an der Angelschnur, während sich sein Spielgefährte Wanja einen warmen, gemütlichen Platz im Wohnzimmer sucht.
Die jungen Katzen fühlen sich sichtlich wohl und fangen an, wie Jungkatzen unbeschwert herumzutollen und zu spielen. Nach und nach leben sich die beiden drei Monate alten Tiere ein und fassen Vertrauen, seit sie der Tierschutzverein Harlingerland (TSV) gerettet hat – ein „wildes“ Weihnachtswunder.
Wie den beiden Kleinen geht es vielen Katzen: Verlassen, verwahrlost und krank werden sie sich selbst überlassen und haben ausgesetzt kaum eine Überlebenschance. Werden sie rechtzeitig gefunden, kümmern sich Tierfreunde mit viel Liebe und Fürsorge um die Hunde sowie Katzen und tun alles, um sie zu retten.
Zu den ehrenamtlichen Helfern gehört der Tierschutzverein Harlingerland. Elfi Kirchdorfer ist Vorsitzende des Vereins. Bei ihr in Werdum leben acht Katzen: Drei eigene und fünf aus dem Tierschutz. Ein umzäunter Freigang oder ein gesicherter Balkon sind ihr am liebsten. Ihre Hündin Kaya ist auch ein Schutztier. Mit ihrem hellen Fell, das im Winter flauschiger wird, sieht sie aus wie ein etwas kleinerer Labrador. „Vermutlich ist Husky bei ihr mit drin“, erzählt Elfi Kirchdorfer lächelnd und streichelt die zutrauliche Hündin.

Dieser Text von Ina Frerichs ist am 24. Dezember 2018 im Anzeiger für Harlingerland erschienen.