Unser Weihnachtsschreiben 2018!


Liebe Tierfreunde,

wie schnell ist dieses Jahr vergangen und es ist wieder Zeit, Ihnen mit den Weihnachtsgrüßen über unsere Arbeit im Jahre 2018 zu berichten.
Der Januar startete direkt mit einer Kastrationsaktion für wild lebende Katzen, die vom Land Niedersachsen, dem Deutschen Tierschutzbund und Tasso finanziert wurde. 250.000 € standen für die Kastration, Kennzeichnung- und Registrierung dieser Tiere zur Verfügungn. Im Rahmen dieser Aktion haben wir über 40 Tiere kastrieren können. Diesen zumindest ist die zunehmende Verelendung durch unkontrollierte Fortpflanzung erspart geblieben.
Die Tatsache, dass nach gut 2 Wochen die bereit gestellten Mittel schon verbraucht waren, macht deutlich, wie dringend notwendig solche Maßnahmen sind.
Um das Katzenelend einzudämmen, haben wir das ganze Jahr Kastrationszuschüsse oder sogar in besonderen Fällen die Übernahme aller Kosten angeboten.
Zu gedankenlos werden Katzen unkastriert in den Freigang gelassen oder Babykatzen angeschafft. Wird die Belastung durch die jungen Katzen zu groß, werden sie auf unterschiedlichste Art entsorgt. Sie werden verschenkt, aber auch ausgesetzt an den fürchterlichsten Stellen, wo der Tod der kleinen Lebewesen billigend und wissend in Kauf genommen wird. Werden sie rechtzeitig gefunden, landen sie beim Tierschutz, oft in einem grauenhaften gesundheitlichen Zustand. 23 solcher Kitten haben wir aufgenommen. Aber auch Hauskatzen, die jahrelang ein Leben in einer Familie hatten, versucht man, aufgrund „veränderter Lebensumstände“, tierschutzwidrig loszuwerden. In der Wohnung zurück gelassen, aus dem Fenster geworfen, aus dem Haus verjagt, eingepackt in einem Karton irgendwo ausgesetzt. Diese Tiere, die einmal ein Zuhause hatten, werden einfach sich selbst überlassen und sind gar nicht mehr in der Lage, das eigene Überleben zu sichern. Auch hier haben 5 Katzen auf unseren Pflegestellen wieder Liebe und Fürsorge erfahren.
Über 50 Fundtieren und Kitten konnten wir durch die Vermittlung an tierliebe Menschen den Start in eine sorglose und glückliche Zukunft ermöglichen. Dafür sagen wir Danke!
Danke sagen auch wir auch den Unterstützern, die uns durch Sach- und Geldspenden helfen, unsere Arbeit zu machen. Tierarztrechnungen müssen beglichen werden und manchmal benötigen die Pflegestellen auch wieder eine Aktualisierung ihrer Ausstattung. Die Kratzbäume halten nicht ewig, Toiletten müssen neu gekauft werden, ebenso Spielzeug, Kuscheldecken und gemütliche Schlafplätze für Katzen und Hunde. Und auch das Futter muss bezahlt werden.
Die Situation bei den Hunden war in diesem Jahr, was die Anzahl betrifft, überschaubar. Wir hatten eine Privatabgabe und 4 Hunde wurden aus einer Beschlagnahmung des Veterinäramtes aufgenommen, darunter zwei Doggen. Uns war bei der Aufnahme im März nicht klar, dass für die beiden eigentlich keine Vermittlungschancen bestanden. Elli, ein kleiner Angsthase, hatte eine offene Wunde am Fuß, die erst jetzt nahezu abgeheilt ist, neigte zudem zum Abwehrbeißen. Wenn ihr was nicht passte, dann schnappte sie zu. Und sie von Dino, dem Doggenrüden, ihrem Leidens-und Lebensgefährten zu trennen, war schlichtweg unvorstellbar.
Leider musste diese Trennung dann doch vollzogen werden. Dino erkrankte an einer Lungenentzündung und auch ein Aufenthalt in der Tierklinik konnte sein Leben nicht retten. Hier mussten wir schmerzhaft erleben, dass nicht immer alles gut wird am Ende.
Als großen Erfrolg auf der politischen Ebene können wir die Einführung einer Katzenschutzverordnung mit Kastrations-Kennzeichnungs-und Registrierungspflicht in der gesamten Samtgemeine Esens verzeichnen. Hier haben sich die politischen Vertreter der Verantwortung gestellt. Wir hoffen sehr, dass andere Gemeinden folgen und eine Katzenschutzverordnung im ganzen Landkreis Wittmund in die Wege geleitet wird.
Das Jahr 2018 endete mit einer zweiten Kastrationsaktion des Landes Niedersachsens. Wieder wurden 250000€ zur Verfügung gestellt und wieder war innerhalb von 2 Wochen das Budget verbraucht. Auch hier haben wir weit über 50 Katzen kastrieren können. Darunter auch eine größere Anzahl von Katzen, die sich auf einem Bauernhof angesiedelt hatten. Der Zustand dieser Katzen war erbärmlich. Die erwachsenen Katzen wurden wieder zurück gesetzt und werden jetzt durch uns gefüttert. Die „Kleinen“ haben wir alle auf unsere Pflegestellen genommen. Eines mussten wir einschläfern lassen, es war zu schwach. Auch alle anderen hätten die nächsten Wochen nicht überlebt. Sie sollen, das ist unsere große Hoffnung und unser Weihnachtswunsch, bald in ein schönes Zuhause umziehen. Und noch sieben weitere Katzen befinden sich auf den Pflgestellen. Auch sie sollten bald „ihre“ Menschen finden, damit wir wieder Platz für andere Tiere in Not haben.

„Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen“ (Konfuzius)

In diesem Sinne hoffen wir, dass wir mit Ihrer Hilfe viele kleine Lichter anzünden können, um die Not der Tiere zu lindern und ihre Welt heller zu machen.
Dies gelingt uns nur durch Ihre Unterstützung.
Wir wünschen Ihnen ein wunderschönes Weihnschtsfest und alles Gute für das Jahr 2019

Der Vorstand des TSV Harlingerland e.V.