„Tala“ braucht Unterstützung! „Die zweite Chance…oder wenn der gemeinsame Weg das Ziel ist!“

Update: 22.09.19

Das Leben kann für manche unter uns doch sehr ungerecht sein. Jetzt ging es Tala psychisch doch langsam besser und er hat sich so toll gemacht.

Jetzt erneut ein Schicksschlag für den armen Kerl. Leben oder Sterben, diese Entscheidung stand an. Die letzten Tage waren dramatisch.

Für Tala hatte sein Leben nach all dem Leid, welches er durch Menschen erfahren hat, mit 9 Jahren eigentlich erst begonnen und sollte jetzt plötzlich zu Ende sein?

Das war geschehen:

Im Juni dieses Jahres wurde bei Tala ein Glaukom festgestellt. Nun hieß es 5x täglich Augentropfen geben. Im August wurde der Augeninnendruck nachgemessen und er war gesunken! Also eigentlich eine gute Entwicklung. Eigentlich! Denn trotzdem wurde sein Augenlicht Stück für Stück weniger.

Anfang dieser Woche kniff er dann plötzlich das Auge zu und innerhalb weniger Stunden wurden Rötung und Schwellung so stark, dass wir sobald wie möglich zum Augenspezialisten mussten. Dort das ernüchternde Ergebnis : Ein Hornhautdefekt! Und damit einhergehend war der Augeninnendruck immens gestiegen! Tala hat in seinem Leben schon viel erleiden und schlimme Schmerzen ertragen müssen. Doch diese Tage müssen die Hölle für den armen Kerl gewesen sein.

Eine schwere Entscheidung musste getroffen werden. Sterben oder das Augenlicht verlieren. Unter eine hohe Dosis Morphium und starke Schmerzmittel gesetzt, sollte er noch ein letztes Mal sein Zuhause schmerzfrei erleben dürfen.

Doch ein Leben beenden, nachdem es eigentlich gerade erst begonnen hat?

Dürfen wir hier überhaupt abwägen und was würde Tala sich wünschen? Das fragten wir uns.

Wir alle, die unsere Tiere lieben, wissen, wie unglaublich schwierig es ist, eine solche Entscheidung zu treffen  und letztlich spüren wir, was sie uns mitteilen wollen und was sie sich wünschen.

So war das auch bei Tala. Er wollte leben.

Und so haben wir uns jetzt für Tala und den zweiten Weg entschieden. Er hat die Operation gut überstanden. Sein linkes Auge wurde entfernt. Jetzt beginnt eine harte Zeit der Behandlung, der Pflege und der Betreuung.

Natürlich benötigen wir für Tala jetzt möglichst viel Betreuung und finanzielle Unterstützung.

Den ersten Kuschelpaten hat Tala schon gefunden, der sich auch an den Kosten beteiligen möchte. Aber wie das immer so ist, kommt schon einiges zusammen. Allein die Untersuchung und Behandlung im Juni hat 500 € gekostet, die OP und Behandlung jetzt  530 €. Medikamente und die erforderlichen osteopathischen Behandlungen werden bestimmt noch einmal 400 € verschlingen. Für einen so kleinen Verein wird das schwierig.

Es wäre schön, wenn sich noch weitere Freunde für Tala finden, die sich auf die eine oder  andere Weise daran beteiligen möchten, dass alles für den lieben Kerl getan werden kann. Jede finanzielle Unterstützung erleichtert es uns, die anfallenden Kosten zu bewältigen. Bitte helfen Sie uns, aber vor allem Tala, mit Ihrer Spende! 

Tierschutzverein Harlingerland e.V.

IBAN: DE53285500000001064856
BIC:BRLADE21LER
Sparkasse LeerWittmund   Verwendungszweck Tala

Update: 18.02.19

Noch immer hat sich niemand gemeldet, der Interesse an Tala hätte. Dabei wünscht er sich so sehr seine eigenen Menschen, die ihn lieben und unterstützen.

Update: 18.12.18
Vor genau einem Jahr haben wir den unten zu lesenden Text gepostet. Jetzt wollen wir erzählen, was in der Zwischenzeit passiert ist:
Tala hat sich zu einem lebenslustigen, teilweise unglaublich übermütigen Hund entwickelt, der schon sehr viel Vertrauen aufgebaut hat. Mit Frauen kommt er mittlerweile völlig problemlos klar und er lässt gutmütig zu, dass man mit ihm kuschelt. Bei Männern ist er noch etwas skeptisch, waren doch seine schlechten Erfahrungen im wesentlichen „männerbestimmt“. Aber auch das wird besser und wenn „Mann“ sich intensiv mit ihm beschäftig, ohne ihn zu bedrängen, geht hier auch schon einiges. Wir wünschen uns so sehr, dass dieser Senior doch noch ein richtiges Zuhause findet. Ein Zuhause, wo er im Mittelpunkt steht, wo er sich nicht die Zuneigung mit noch einer Reihe anderer Hunde teilen muss. Es geht ihm jetzt gut, er wird geliebt, aber es wäre doch sein Herzenswunsch, seinen „eigenen“ Menschen zu finden.

Natürlich freuen wir uns Weihnachten über die Spenden, die unsere Arbeit so stark unterstützen. Denn mit diesen Spenden können wir Tieren in Not helfen. Heute haben wir das benutzt, um einem besonderen Hund ein besonderes Geschenk zu machen: wir haben als TSV Harlingerland e.V. Tala übernommen. Seine Geschichte können sie weiter unten lesen. Wir wollen ihm bei der Bewältigung seiner gesundheitlichen, aber auch seiner psychischen Probleme helfen. Denn vielleicht schafft er ja durch konsequentes Training und liebevolle Betreuung den Wesenstest…Wir glauben daran. Er bleibt da, wo er jetzt ist, allerdings als Pflegestelle, Es ändert sich also nichts für ihn im alltäglichen Leben. Aber vielleicht gibt es so Perspektiven für ihn und er kann bald in ein eigenes Zuhause umziehen. Der Anfang ist gemacht.

Darf ich mein Leben erzählen? Vielleicht verstehen Sie dann ein bisschen, warum ich so bin, wie ich mich jetzt zeige. Ich bin jetzt 10 Jahre alt, wie man sieht, ein Schäferhund und ich wurde vor einem Jahr ins Tierheim gebracht, weil ich mehrfach gebissen habe. Sicherstellung nennt man das. Wer da vor wem gesichert wurde? Gut, ja, ich habe gebissen. Aber wissen Sie, wie ich gelebt habe? Nichts, aber wirklich gar nichts, habe ich kennen lernen dürfen. Keine anderen Hunde, keine Spaziergänge, wo ich schnüffeln konnte, wer vor mir schon unterwegs war…Ich durfte mich im Haus und in der Scheune aufhalten…das war es. Und dann wurde ich auch noch geschlagen. Da waren die Menschen nicht zimperlich mit mir. Es ist schwer, unter solchen Bedingungen seinen guten Charakter zu behalten und nicht misstrauisch und ängstlich zu werden.

Als ich ins Tierheim kam, war ich in einem wirklich schlimmen Zustand. Ich konnte kaum laufen…klar, keine Muskulatur. Am Rücken hatte ich offene Stellen…woher? Und ich litt unter einer chronischen Ohrenentzündung, die nicht behandelt worden war. Leiden ist genau der richtige Ausdruck für das, was ich durchmachen musste. Jeder, der schon einmal eine Ohrenentzündung hatte, weiß, wie schmerzhaft das ist.

Das körperliche war der eine Aspekt. Aber der psychische? Wie sollte ich jemals wieder einem Menschen vertrauen. Ja, sie meinen es jetzt gut mit mir. Aber wie lange? Kann ich mich darauf verlassen, dass es wirklich anhält? Oder muss ich wieder damit rechnen, irgendwann geschlagen zu werden, zu erleben, dass man seinen Ärger an mir auslässt? Das macht mir Angst. Können Sie das verstehen? Und die Angst ging am Anfang noch weiter: Bei den Spaziergängen geriet ich fast in Panik, wenn mir andere Menschen entgegen kamen. Ist ja lächerlich, wenn so ein großer Hund wie ich um Hilfe schreit und auf den Schoß will, aber genau das hätte ich gerne getan.

Auch andere Hunde, Fahrradfahrer, selbst mein Spiegelbild in der Wasserpfütze…es war ein Grauen für mich. Und manchmal stand ich einfach nur da, schaute in die Welt mit riesigen Augen und konnte es kaum fassen, was es alles zu sehen und zu erleben gab. Und wenn mein Pflegefrauchen bei mir war, dann spürte ich schon ein bisschen: Hier passiert mir nichts mehr. Denn jetzt konnte ich in die Hundepension von meinem Pflegefrauchen umziehen. Und die hilft mir wirklich, wieder optimistischer in die Zukunft zu blicken. Mittlerweile kann ich mit Frauen schon ziemlich gut umgehen. Aber auch Männer sind nicht mehr nur böse.

Doch jetzt kommt eigentlich das Allerschlimmste: ein Besuch beim Tierarzt zeigte, dass ich auch noch ziemlich krank bin. Wie die Fachbegriffe so heißen? Hochgradige Spondylosen im Bereich der Brust- und Lendenwirbelsäule,  eine mittelgradige Hüftgelenksdysplasie, Schilddrüsenunterfunktion, Arthrose…Das ist, ich weiß es ja selbst, nicht die optimale Situation, um ein neues Zuhause zu finden. Und das war ja der Plan: ich trainiere und übe ganz fleißig, bestehe den Wesenstest…und dann endlich finde ich meine Menschen.

Aber ganz ehrlich: das, was ich jetzt erlebe, ganz wenig Schmerzen, weil ich Medikamente bekomme, Tabletten gegen die Unterfunktion…ich blühe richtig auf und habe eine solche Freude am Leben. Ich könnte Luftsprünge machen vor Glück. Ja, ich weiß, ist bei meiner Diagnose nicht so gut, aber Sie verstehen sicher, was ich meine. Und dann bekomme ich auch noch Physiotherapie. Sie werden sehen, mir geht es bald richtig gut. Aber eines ist noch zu sagen: das alles kostet leider auch Geld…Und deshalb wünsche ich mir ein paar Leute, die mich mit Spenden unterstützen. Paten nennt mein Pflegefrauchen das. Wenn Sie mich kennen lernen, werden Sie sehen, dass es sich wirklich lohnt, mir zu helfen, damit ich meine Lebenslust wieder neu entdecken kann.

Informationen: TSV Harlingerland e.V., Tel.: 04974-9144931