Schneckengift ist gefährlich für Hund und Katz

Der Tierschutzverein (TSV) Harlingerland hat gerade einen schweren Notfall auf einer seiner Pflegestellen. Ein junger Kater hat offensichtlich Schneckenkorn zu sich genommen und zeigt starke Vergiftungssymptome. „Heftige Krampfanfälle, starkes Zittern, Erbrechen und erhöhte Körpertemperatur sind die typischen Symptome, die auch dieser Kater zeigt“, teilt die TSV-Vorsitzende Elfi Kirchdorfer mit.

Viele Menschen benutzen das Gift gegen den Schneckenbefall im Garten- und Hausbereich. Hier weist der Tierschutzverein eindringlich auf die Gefahr für Hunde und Katzen, aber auch für andere Kleintiere hin.

Auch indirekt gefährlich

Dabei ist nicht nur die direkte Aufnahme gefährlich, sondern auch das Laufen durch in nasser Erde aufgeweichtem Schneckenkorn. „Schlecken sich die Tiere danach die Pfoten ab, nehmen sie das Gift auf “, so Kirchdorfer.

Der Tierschutzverein bittet alle Gartenbesitzer, nur Schneckenkorn einzusetzen, das kein hochgiftiges Metaldehyd enthält. Denn das ist für alle Vierbeiner hochgiftig, auch wenn Werbesprüche etwas anderes suggerieren, so der TSV. Selbst der teilweise enthaltene Bitterstoff, der eine Aufnahme verhindern soll, bietet keinen ausreichenden Schutz.

Dieser Artikel ist am 4. Juni 2020 im Anzeiger für Harlingerland erschienen.

Der NABU bietet alternative Tipps zum Vorgehen gegen Schnecken: „Mit Bohnenkaffee gegen Schneckenfraß„.

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