Tiere schenken mit Herz, Gefühl und Verstand

Der verspielte Hundewelpe, die süße Katze oder das niedliche Kaninchen: Immer wieder werden zu Weihnachten Tiere verschenkt. Eltern möchten ihren Kindern ein ganz besonderes Geschenk machen. Das Jahr war durch die Corona-Pandemie für viele Familien sehr schwer und die Kinder mussten auf geliebte Dinge verzichten. Das Tier unterm Weihnachtsbaum soll für viele ein Ausgleich sein.

Doch nach dem Fest kommt häufig das böse Erwachen. Die kleine Katze kratzt, der Welpe wird einfach nicht stubenrein und das Kaninchen riecht streng. Außerdem werden die Kosten für Nahrung, Versicherung, Steuern und vor allem Tierarzt unterschätzt. „Und dann sollen die Tierheime helfen – am besten sofort und ohne Kosten“, sagt Dieter Ruhnke, Vorsitzender des Landestierschutzverbandes Niedersachsen.

Jede Tieranschaffung sollte gut überlegt sein

Auch Elfi Kirchdorfer kritisiert solche Spontankäufe. Aus einer Laune heraus sollte sich niemand ein Tier an- schaffen, erklärt die Vorsitzende des Tierschutzvereins Harlingerland. „Wenn sich jemand jedoch lange und gut überlegt hat, ein Tier anzuschaffen, spricht auch vor Weihnachten nichts dagegen“, sagt sie. Beim Tierschutzverein werde sowieso kein Tier spontan vermittelt …

Aus dem Anzeiger für Harlingerland vom 21.12.2020

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