Vier kleine Helden auf Welterkundung

Ohnezahn, Tigger und Kenai wurden auf der Mülldeponie gefunden. Keine Mutter in der Nähe. Da sie ziemlich ausgehungert waren, konnten sie schnell gesichert werden und kamen zu uns auf die Pflegestelle.

Das war aber noch nicht das Ende. Kurz danach wieder ein Hilferuf. Ein einzelnes Kitten, ebenfalls ohne Mutter. Auch das kam zu uns.

Nach der Quarantäne dürfen nun unsere vier Kater gemeinsam im großen Katzenparadies-Zimmer wohnen – und sie genießen ihre neue Freiheit sichtbar!

Besonders Figaro, der ursprünglich allein gefunden wurde, hat jetzt endlich Spielkameraden gefunden. Der kleine Wirbelwind bringt ordentlich Leben ins Zimmer: Gemeinsam wird getobt, gestöbert, geschmust und die Welt entdeckt.

Auch Kenai, Ohnezahn und Tigger blühen durch Figaros fröhliche Energie richtig auf. Aus vier einzelnen Katern ist inzwischen ein kleines, harmonisches Kater-Team geworden.

Bald möchten Tigger, Ohnezahn, Kenai und Figaro paarweise ihr Für-Immer-Zuhause finden – am liebsten mit einem Kumpel an ihrer Seite, denn zusammen sind sie einfach ein starkes Team. 🐾

Informationen: TSV Harlingerland e.V., Tel.: 04974914283

Skiba verliert ihr Zuhause

Diese entzückende kleine Fellnase muss umziehen. Sie ist erst vor kurzem in ihr neue Zuhause gezogen, aber die Situation harmoniert mit dem vorhandenen Kater gar nicht. Und es wurde auch mit der Zeit nicht besser. Deshalb suchen wir nun für sie einen Platz als Einzelprinzessin, allerdings bei Menschen, die auch viel zu Hause sind. Denn sie ist verschmust, will kuscheln und dem Menschen Nahe sein. Sie ist ca 1 bis 2 Jahre alt, kastriert gechippt und geimpft. Informationen: TSV Harlingerland e.V., Tel.: 04974-9144931

Wo ist mein Zuhause?

Dieser gepflegte und zutrauliche Kater hält sich in Eggelingen/Wittmund auf. In der näheren Umgebung ist er allerdings nicht bekannt. Vielleicht erkennt ihn jemand.

Informationen: TSV Harlingerland. e.V., Tel.: 049749144931

Scheue Schönheit möchte ankommen

Irgendwann wird es einfach zu anstrengend. Das Leben auf der Straße, kein eigenes Zuhause und und vor allem jetzt im Winter keinen warmen und trockenen Platz. Vom regelmäßigem Satt Sein ganz abgesehen. So geht es Siva. Er nähert sich immer mehr einem Haus an, indem schon einige Katzen leben und möchte an der Fütterung beteiligt werden. Das ist jedoch nicht die Lösung. Wir hoffen, dass sich jemand findet, der ihm einen eigenen Platz anbietet. Er muss noch Vertrauen entwickeln. Als Straßenkater wird man in der Regel nicht immer nett und freundlich behandelt und da ist ein gesundes Maß an Misstrauen manchmal überlebenswichtig. Aber wenn er verstanden hat, dass ihm nichts geschieht, wird er sich entspannen.

Informationen: TSV Harlingerland e.V., Tel.: 049749144931

Straßenkatzen: Kastrationsaktion in Niedersachsen startet

29.10.2026

Tierschutzbund fordert bundesweite Lösung

Um das Leid der Straßenkatzen einzudämmen, startet erneut die landesweite Kastrationsaktion unter Federführung des Landestierschutzverbands Niedersachsen. Im Aktionszeitraum vom 5. November bis voraussichtlich 15. Dezember können Tierschutzvereine und private Katzenschützer Straßenkatzen kostenfrei bei teilnehmenden Tierarztpraxen kastrieren lassen. Der Deutsche Tierschutzbund und der Landestierschutzverband Niedersachsen stellen neben den 70.000 Euro der Landesregierung weitere 60.000 Euro bereit und verweisen auf die Dringlichkeit einer bundesweiten Kastrationspflicht. Mit der Tiernothilfe Nord beteiligt sich erstmals auch ein örtlicher Tierschutzverein mit 15.000 Euro an der Kastrationsaktion.

„Die Kastration ist der Schlüssel im Kampf gegen das Leid der Straßenkatzen“, sagt Dieter Ruhnke, Vorsitzender des Landestierschutzverbands Niedersachsen. Zugleich kritisiert er, dass die von der niedersächsischen Landesregierung im Koalitionsvertrag angekündigte Katzenschutzverordnung noch immer aussteht: „Es ist bitter, dass die Landesregierung ihre Zusage für eine Kastrationspflicht für Freigängerkatzen noch immer nicht umgesetzt hat. Umso wichtiger ist es, dass wir in diesem Jahr erneut Straßenkatzen kastrieren können, um der unkontrollierten Vermehrung und dem damit verbundenen Leid zumindest ein Stück weit entgegenzuwirken.“

Auch Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, fordert die Politik zum Handeln auf: „Das Elend der Straßenkatzen ist unerträglich. Tierschutzvereine und Katzenschützer in ganz Deutschland kommen bei der Kastration, Betreuung und Versorgung der Tiere zunehmend an ihre Grenzen. Eine bundesweite Kastrationspflicht für Katzen mit Freilauf würde das Leid der Straßenkatzen wirksam eindämmen und die Tierschützer vor Ort enorm entlasten. Dass die Politik hier weiter zögert, ist unverantwortlich.“

Das Leid der Straßenkatzen hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der größten unbemerkten Tierschutzprobleme in Deutschland entwickelt, wie der Deutsche Tierschutzbund in seinem „Großen Katzenschutzreport“ aufzeigt. Die Tiere stammen ursprünglich von unkastrierten Katzen mit Freilauf aus Privathaushalten ab. Ohne menschliche Zuwendung kämpfen die Katzen auf der Straße um ihr Überleben: Sie leiden unter Krankheiten, Verletzungen, Hunger und Parasitenbefall. Jungtiere verenden meist innerhalb der ersten Lebensmonate. .

Zum Ablauf der Kastrationsaktion:

Bereits zum neunten Mal seit Projektstart im Frühjahr 2018 führen Tierschützer in Zusammenarbeit mit dem Landestierschutzverband Niedersachsen e.V. und der Tierärzteschaft die landesweiten Kastrationen in Niedersachsen durch. Bisher sind bei diesen Aktionen rund 21.000 Katzen kastriert worden. Die Anzahl der kastrierten Katzen ist abhängig von den verfügbaren Mitteln, die variieren, weil die Mittel seitens der Landesregierung nicht verstetigt wurden.

Um Straßenkatzen im Aktionszeitraum kostenlos kastrieren zu lassen, müssen sich Vereine und private Katzenschützer bei den teilnehmenden Tierarztpraxen anmelden, schriftlich bestätigen, dass es sich bei den Katzen nicht um in Privathaushalten lebende Tiere handelt und diese bei der zuständigen Fundgemeinde als Fundtier gemeldet worden sind. Nach der Kastration werden die Katzen mit einem Transponder mit Mikrochip gekennzeichnet, bei FINDEFIX, dem Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes, registriert und wieder am Einfangort freigelassen. An kontrollierten Futterstellen werden die Katzen weiterhin von Ehrenamtlichen beobachtet, gefüttert und bei Bedarf eingefangen, um sie medizinisch versorgen zu lassen.

Der „Große Katzenschutzreport“ des Deutschen Tierschutzbundes belegt das Ausmaß der Tierschutzproblematik und erschien im Rahmen der aktuellen Kampagne „Jedes Katzenleben zählt!“ des Verbands: www.jetzt-katzen-helfen.de/report