Lust und Frust der Tierschutzarbeit

… oder wie man über den Tisch gezogen wird, wenn man hilft.

Ich berichte jetzt einmal von einer weiteren Seite der Tierschutzarbeit, von der wir staunend, mit Unverständnis, Fassungslosigkeit und auch Trauer und Enttäuschung feststellen mussten…auch das gibt es im Tierschutz.

Folgendes war geschehen:

Wir erhielten einen Anruf von einem sog. Entrümpler, der beauftragt worden war, ein Haus zu räumen und es aufgrund des Parasitenbefalls „auszuräuchern“. Der Besitzer war verstorben, die Frau im Heim, der Sohn hat seinen Vater seit Jahren nicht gesehen. Beauftragt wurde er vom Betreuer der Frau.

Dieser Entrümpler stellte nun fest, dass zum Haushalt 3-4 Katzen gehörten. Sie waren schon 2 Wochen ohne Versorgung. Die mussten natürlich erst einmal gesichert werden, bevor die Aktion losgehen konnte. Anruf bei uns, Tenor des Mannes…keiner hilft mir, die armen Tiere.

Ja, die armen Tiere, das dachten wir auch. Darauf hin haben wir „aufgerüstet“. Fallen aufgestellt, angefüttert, ihr kennt das Prozedere. Sabine ist 3x am Tag hin, als die Fallen dann endlich scharf gestellt waren, fast stündlich. Und es gelang uns, die Katzen einzufangen. Nicht nur das: wir hatten auch Plätze gefunden, wo sie untergebracht werden konnten. (Ein schwarzes Mädchen sitzt noch bei uns auf der Pflegestelle). Wir sind mit ihnen zum Tierarzt, sie wurden , wenn noch nicht passiert, kastriert. Das Mädchen hatte einen Abzess am Bein, der operiert werden musste, Floh-und Wurmbehandlung mussten selbstverständlich auch erfolgen. In der Zwischenzeit hatte sich der Sohn gemeldet, der offenbar das Erbe antreten wollte, aber die Katzen interessierten ihn nicht. Auch der Betreuer war nicht mehr zu erreichen. Und seine Vertretung wusste von nichts.

Mittlerweile haben wir eine Tierarztrechnung von fast 600,00€ erhalten, die wir dem Sohn und dem Betreuer zugeschickt haben. Keine Reaktion.

Ja, wir waren doof…wir hätten uns einen schriftlichen Auftrag erteilen lassen müssen.

„Aber es geht um die Tiere…“

Jetzt sitzen wir da mit den Kosten von Katzen, die einen Besitzer haben, der ein Erbe antritt, zu dem eine Immobilie gehört und fühlen uns so richtig hereingelegt und betrogen. Und wir können es oder wollen es einfach nicht so richtig glauben, dass es solche Menschen gibt. Man lernt aus Erfahrungen… leider wird man misstrauischer und entwickelt Argwohn. Der nächste Anruf wird uns nicht mehr so schnell in die Aktion bringen, oder?

Ach ja, vergessen, es geht um die Tiere. Die waren nämlich halb verhungert und hätten nicht mehr lange in dem Müll, der sie umgab, überlebt. (keine Originalfotos)

Uppi…ein Straßenkater möchte ankommen

Uppi lag vor ca 2 Wochen fast bewegungsunfähig am Straßenrand. Er war völlig geschwächt, dehydriert und sowohl Nase als auch Augen waren völlig verklebt. Katzenschnupfen. Es war ein Bild des Jammers. Eine junge Frau hat ihn gesehen und sofort die Not des Tieres erkannt. Sie hat ihn eingepackt und und zu einem Tierarzt gebracht, der ihn erst einmal notbehandelt hat. Da sich sein Zustand nicht deutlich verbesserte, meldete sie sich bei uns und bat um finanzielle Unterstützung bei den weiteren Behandlungen und den Kastrationskosten. Bei dem Termin stellte sich dann heraus, dass ein Auge so schwer geschädigt war, dass es entfernt werden musste. Die Operation hat er gut überstanden und es heilt alles gut. Leider stellte sich bei der Blutuntersuchung heraus, dass er FiP hat. Und damit platzte der Traum von einem sicheren Leben erst einmal, den die Finderin hat selbst 5 Katzen, die sie natürlich nicht dem Risiko einer Ansteckung aussetzen möchte.

Uppi ist ein außergewöhnlicher, wahrscheinlich extrem dankbarer Kater. Uppi ist erwachsen (genaueres Alter unbekannt) und ein super lieber, offener, nicht ängstlicher Kater, der am liebsten den ganzen Tag beschmust werden möchte und dies auch gerne einfordert. Rund um wirklich ein tolles Kätzchen, ruhig, entspannt und er lässt so gut wie alles mit sich machen. Auch beim Tierarzt ist er bereits durch seine aufgeschlossene und vor allem kuschelige und redselige Art ein kleiner Star.

Wir wünschen uns für Uppi, dass der Traum von einem eigenen Zuhause doch noch Wirklichkeit wird. Denn er ist das Leben als Straßenkater leid und je älter er wird, desto schwerer fällt ihm der tägliche Überlebenskampf. Wer möchte dieser geretteten Seele ein Zuhause geben? Entweder als Einzelkatze oder zu einer FIP Katze dazu. Informationen: TSV Harlingerland e.V., Tel.: 04974-9144931

Süße Glückskatze hat ihren Menschen

Update: 10.05.2024 Die süße Maus hat ihren Menschen gefunden. Alles Gute!

Update: 20.04.24 Nachdem die erste Schockstarre überwunden ist, zeigt Finja ihren wahren Charakter. Sie ist eine verspielte, liebe und zutrauliche Katze, stubenrein und menschenbezogen. Wer dieses Kätzchen hatte, müsste sie eigentlich extrem vermissen, denn sie ist ein Schatz. Wenn wir aber keine Besitzer finden können, würden wir diesen Schatz gerne in ein schönes neues Zuhause vermitteln, wo man ihre freundliche Art zu schätzen weiss und sie nie wieder hergeben will.

Vielleicht sind es neue, vielleicht aber auch bekannte Menschen. Denn die kleine Fellnase ist kastriert und gechippt, leider aber nicht registriert. Vermutlich hatte sie ein Zuhause. Sie streunerte im Bereich Speckendorf herum und suchte Anschluss bei einer Familie. Wir wissen nicht, was ihr passiert ist, aber im Moment ist sie voller Angst. Wir hoffen, dass sich das gibt, wenn sie die Erfahrung macht, dass ihr niemand etwas böses will. Oder wenn sie ihre vertrauten Menschen wieder findet.

Wer diese Katze kennt und weiss, wo sie hin gehören könnte, melde sich bitte. Aber auch, wer dieser kleinen Schönheit ein Zuhause geben möchte, sollte mit uns Kontakt aufnehmen. Denn es wäre schön für sie, wenn sie bald einen endgültigen Platz finden würde.

Informationen: TSV Harlingerland e.V., Tel.: 04974-9144931

Zugelaufen in Wittmund Willen

Update: 02.02.23 Er ist gechippt, aber leider nicht registriert. Es wird jetzt versucht, trotzdem den Besitzer ausfindig zu machen.

Dieser schwarze, gut genährte Kater hält sich seit Ende Dezember/Silvester in Wittmund Willen auf und sucht den Anschluss an das Haus einer Familie.

Er ist ca 2 Jahre alt, kastriert und hat weiße Barthaare, weiße Pfoten und eine weiße Brust. In Willen kennt ihn offensichtlich niemand. Aber er muss ja irgendwo hin gehören.

Er kann da leider auch nicht bleiben, denn der hauseigene Hund akzeptiert keine Katzen. Wer vermisst seine Fellnase? Informationen: TSV Harlingerland e.V., Tel.: 049749144931tzen.