Illegaler Handel mit Katzen

Verein warnt: Katzenschutzverordnung einhalten

Artikel über illegale Katzenzucht
Anzeiger für Harlingerland vom 12.06.2020

Mit Sorge und Unverständnis beobachtet der Tierschutzverein Harlingerland die sich häufenden Anzeigen bei Ebay-Kleinanzeigen, in denen Katzenbabys, manchmal zu hohen Preisen, angeboten werden. Dabei handelt es sich sowohl um Tiere von Privatpersonen als auch von mehr oder weniger seriösen Züchtern, teilt der Tierschutzverein mit.

„Offensichtlich ignorieren die Menschen die bestehenden Katzenschutzverordnungen in den Gemeinden oder aber sie sind nicht ausreichend informiert“, sagt der Vorstand des Vereins, der auf die bestehenden Verordnungen in Esens, Friedeburg, Wittmund, Wangerland, Wiesmoor, Wilhelmshaven, Norden und Dornum hinweist. Darin ist fixiert, dass Katzen, die Freigang erhalten, kastriert werden müssen.

Auch das Züchten von Katzen ist untersagt. „Viele Züchter sind der Meinung, dass es ausreichend ist, wenn sie in einem Katzenzuchtverband Mitglied sind. Das allein genügt aber nicht für eine legale Zucht. Diese Erlaubnis darf nur seitens des Ordnungsamtes erfolgen“, sagt Elfi Kirchdorfer, die Vorsitzende des Tierschutzvereins. Auch Wohnungskatzen dürfen sich nicht vermehren, so der Verein.

Lesen Sie weiter bei lokal26.de: „Illegaler Handel mit kleinen Katzen

Schneckengift ist gefährlich für Hund und Katz

Der Tierschutzverein (TSV) Harlingerland hat gerade einen schweren Notfall auf einer seiner Pflegestellen. Ein junger Kater hat offensichtlich Schneckenkorn zu sich genommen und zeigt starke Vergiftungssymptome. „Heftige Krampfanfälle, starkes Zittern, Erbrechen und erhöhte Körpertemperatur sind die typischen Symptome, die auch dieser Kater zeigt“, teilt die TSV-Vorsitzende Elfi Kirchdorfer mit.

Viele Menschen benutzen das Gift gegen den Schneckenbefall im Garten- und Hausbereich. Hier weist der Tierschutzverein eindringlich auf die Gefahr für Hunde und Katzen, aber auch für andere Kleintiere hin.

Auch indirekt gefährlich

Dabei ist nicht nur die direkte Aufnahme gefährlich, sondern auch das Laufen durch in nasser Erde aufgeweichtem Schneckenkorn. „Schlecken sich die Tiere danach die Pfoten ab, nehmen sie das Gift auf “, so Kirchdorfer.

Der Tierschutzverein bittet alle Gartenbesitzer, nur Schneckenkorn einzusetzen, das kein hochgiftiges Metaldehyd enthält. Denn das ist für alle Vierbeiner hochgiftig, auch wenn Werbesprüche etwas anderes suggerieren, so der TSV. Selbst der teilweise enthaltene Bitterstoff, der eine Aufnahme verhindern soll, bietet keinen ausreichenden Schutz.

Dieser Artikel ist am 4. Juni 2020 im Anzeiger für Harlingerland erschienen.

Der NABU bietet alternative Tipps zum Vorgehen gegen Schnecken: „Mit Bohnenkaffee gegen Schneckenfraß„.

Ausgesetzte Tiere suchen ein Zuhause

Verein beherbergt derzeit 27 Katzen – Vermittlung dringend notwendig

Aus dem Anzeiger für Harlingerland vom 28.11.2019

Es nimmt kein Ende. Immer wieder werden dem Tierschutzverein Harlingerland (TSV) Katzen gemeldet. Auch jetzt wurden wieder drei Tiere in einem Graben gefunden. Der Verein gerät langsam an seine Grenzen, auch finanziell, denn aktuell sind 27 Katzen auf den privaten Pflegestellen untergebracht.

Der Bericht ist am 28.11.2019 im Anzeiger für Harlingerland/lokal26.de erschienen.

Wenn die Käfigfalle zum Glücksfall wird!

Porträt der Tierschutz-Arbeit im Anzeiger für Harlingerland vom 31. August 2019

Der Anzeiger für Harlingerland berichtet in der Ausgabe vom Sonnabend über die Zusammenarbeit der Tierschutzvereine „Tierschutz Aktiv Friesland“ und dem „Tierschutzverein Harlingerland“ beim Katzenschutz.

Der Autor Jörg Stutz beschreibt sehr ausführlich, wie sich die Situation von Katzen in unkontrollierten Umgebungen entwickelt und wie die Tierschutzvereine durch Fangaktionen helfen, dass es den Tieren wieder besser geht.

Mit zwei Katzen fing alles an: Beide Tiere waren einer Frau in Wiesede einst zugelaufen. Die Kater aus der Nachbarschaft sorgten dann schnell dafür, dass die beiden Katzendamen trächtig wurden. Sie brachten jeweils einen Wurf mit drei Kätzchen zur Welt. Seitdem schwankte der Katzenbestand auf dem Grundstück – zuletzt gab es vier kleine und vier erwachsene Tiere, die sich im Garten und im Nebengelass des Hauses tummelten. Jetzt zog die Rentnerin die Reißleine und informierte den „Tierschutzverein Harlingerland“. Denn: „Ich kann nicht jedes Mal in der Angst leben, wie viele es diesmal sind.“ Lesen Sie weiter beim Anzeiger für Harlingerland.

Jahreshauptversammlung: Tierschutzverein sucht aktive Helfer

Bericht von der Jahreshauptversammlung des Tierschutzvereins im Anzeiger für Harlingerland vom 1.4.2019

Die Mitglieder des Tierschutzvereins Harlingerland trafen sich vor wenigen Tagen in Werdum zur Jahreshauptversammlung. Die Vorsitzende Elfi Kirchdorfer bedankte sich für die vielfältige Unterstützung des Vereis durch Sach- und Geldspenden, aber auch durch aufmunternde und lobende Worte für die geleistete Arbeit. In ihrem Rückblick auf das 28-jährige Bestehen des Vereins betonte sie, dass es, seitdem das Tierschutzgesetz 2002 im Grundgesetz verankert wurde, durchaus Veränderungen gebe. Die reale Situation der Tiere habe sich dadurch aber nur minimal verändert. Es bestehe weiterhin großer Handlungsbedarf, sowohl in der Nutztierhaltung als auch bei der Haltung in Privathaushalten.

Anstieg der Tierschutz-Meldungen

Dass der Tierschutz aber immer stärker ins Bewusstsein der Menschen und den Fokus der Öffentlichkeit gelange, merke man nicht nur an den veränderten Haltungsansprüchen, sondern auch am Anstieg der Meldungen über Verstöße gegen das Tierschutzgesetz. Mit den Worten „Wenn Tiere sprechen könnten, würde die Menschheit weinen“ erklärte sie, die Teilnehmer der Versammlung zwar nicht zum Weinen bringen zu wollen. Aber in der von der zweiten Vorsitzenden Jenny Kaven erstellten Bilder-Präsentation waren Tiere zu sehen, deren Schicksale anrührten und nachdenklich machten.

Pflegestellen sind wichtig

51 Katzen, davon 23 Kitten, wurden als Fundkatzen aufgenommen. 42 wurden vermittelt, neun warten noch auf ein eigenes Zuhause. Den Katzen ging es bei der Aufnahme schlecht, sie benötigten tierärztliche Behandlung und waren in einem schlechten Ernährungszustand. Vier Hunde aus einer Beschlagnahmung des Veterinäramtes wurden von den Pflegestellen des Vereins aufgenommen.

Wir brauchen Unterstützung

Neben den hohen Tierarztkosten und der schlecht versorgten Haustiere machen auch fehlende Helferhände dem Verein Sorgen. Es seien zu wenige Mitglieder bereit, aktiv zu unterstützen. Häufig ließen Autofahrer angefahrene Tiere, Haus- oder Wildtiere, liegen, ohne sich um sie zu kümmern. „Auch da werden wir um Hilfe gebeten“, so Kirchdorfer. Um das bewältigen zu können, brauche der Verein mehr Mitglieder, die bereit seien, sich vor Ort um die Tiere zu kümmern.

Katzenschutzverordnungen helfen

Auch die zu hohe Zahl nicht kastrierter Katze sei nach wie vor ein Problem. „Die Samtgemeinde Esens hat durch den Erlass einer Katzenschutzverordnung Verantwortung gezeigt.“ Die anderen Gemeinden im Kreis müssten folgen.
Insgesamt blicke der Vorstand zufrieden auf 2018 zurück und zuversichtlich in die Zukunft. „Was wir allerdings benötigen, sind jüngere Engagierte, die einmal unsere Aufgaben übernehmen wollen.“

Der Bericht erschien am1. April 2019 im Anzeiger für Harlingerland.

Dem Katzenelend bald ein Ende setzen!

Anzeiger für Harlingerland vom 14.03.2019

Tierschutzverein fordert Einführung der Kastrationspflicht
Der Tierschutzverein Harlingerland kümmert sich um Fundtiere, verwilderte und verletzte Katzen, nimmt sie in ihren Pflegestellen auf und versucht, für sie ein gutes Zuhause zu finden. „Leider gibt es im Landkreis Wittmund bislang nur in der Samtgemeinde Esens eine Katzenschutzverordnung mit Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht“, teilt die Vorsitzende des Vereins, Elfi Kirchdorfer, in einer Erklärung mit.

Ansteckende Katzen
Alleine mehr als 70 Katzen wurden im vergangenen Jahr durch den Verein kastriert. 300 Katzen waren es im Rahmen der Kastrationsaktion des Landes Niedersachsen im Landkreis Wittmund. „Alleine in Deutschland wird die Zahl der verwilderten Hauskatzen auf zwei Millionen geschätzt. Die Zahl nimmt weiter zu, da es immer noch verantwortungslose Tierhalter gibt, die beim Umzug ihre Katzen zurücklassen, sie bei Rolligkeit rausschmeißen und ihrem Schicksal überlassen oder auf andere Weise entsorgen“, so die Vorsitzende. Es sei wichtig, an die Verantwortung der Besitzer zu appellieren, damit sie sich vor der Anschaffung eines Haustieres Gedanken über die Folgekosten machen. Kastrationen, Impfungen und tierärztliche Behandlungen im Krankheitsfall kosten Geld, sagt Kirchdorfer.

Lesen Sie den kompletten Artikel im Anzeiger für Harlingerland vom 14. März 2019.