In eigener Sache!

Es geschieht immer wieder: Wir posten einen Notfall, für den wir ganz dringend ein Zuhause suchen. Und es passiert tatsächlich: es melden sich Menschen, die auch einem nicht ganz so verschmusten Tier einen Platz geben möchten. Weil sie einfach Tierfreunde sind. Weil sie helfen wollen.  Die Hoffnung ist riesig, wir freuen uns, nehmen Kontakt auf, bitten um die Telefonnummer, damit die Pflegestelle sich mit den Interessenten in Verbindung setzen kann…und dann nichts mehr. Schweigen. Keine Reaktion auf Nachfragen, so, als hätte es diese Interessensbekundung gar nicht gegeben. Enttäuschte Erwartung auf unserer Seite, weil wir es uns so sehr gewünscht haben, dass auch dieses Tier es schafft, ein Zuhause zu bekommen. Unnötiger Arbeits- und Zeiteinsatz, den wir auch anders hätten umsetzen  können. Aber am schlimmsten ist tatsächlich die enttäuschte Hoffnung. Bitte, liebe Interessenten, überlegt es euch wirklich gründlich, bevor ihr Hilfe anbietet und Hoffnung und positive Perspektiven weckt!

Illegaler Handel mit Katzen

Verein warnt: Katzenschutzverordnung einhalten

Artikel über illegale Katzenzucht
Anzeiger für Harlingerland vom 12.06.2020

Mit Sorge und Unverständnis beobachtet der Tierschutzverein Harlingerland die sich häufenden Anzeigen bei Ebay-Kleinanzeigen, in denen Katzenbabys, manchmal zu hohen Preisen, angeboten werden. Dabei handelt es sich sowohl um Tiere von Privatpersonen als auch von mehr oder weniger seriösen Züchtern, teilt der Tierschutzverein mit.

„Offensichtlich ignorieren die Menschen die bestehenden Katzenschutzverordnungen in den Gemeinden oder aber sie sind nicht ausreichend informiert“, sagt der Vorstand des Vereins, der auf die bestehenden Verordnungen in Esens, Friedeburg, Wittmund, Wangerland, Wiesmoor, Wilhelmshaven, Norden und Dornum hinweist. Darin ist fixiert, dass Katzen, die Freigang erhalten, kastriert werden müssen.

Auch das Züchten von Katzen ist untersagt. „Viele Züchter sind der Meinung, dass es ausreichend ist, wenn sie in einem Katzenzuchtverband Mitglied sind. Das allein genügt aber nicht für eine legale Zucht. Diese Erlaubnis darf nur seitens des Ordnungsamtes erfolgen“, sagt Elfi Kirchdorfer, die Vorsitzende des Tierschutzvereins. Auch Wohnungskatzen dürfen sich nicht vermehren, so der Verein.

Lesen Sie weiter bei lokal26.de: „Illegaler Handel mit kleinen Katzen

Schneckengift ist gefährlich für Hund und Katz

Der Tierschutzverein (TSV) Harlingerland hat gerade einen schweren Notfall auf einer seiner Pflegestellen. Ein junger Kater hat offensichtlich Schneckenkorn zu sich genommen und zeigt starke Vergiftungssymptome. „Heftige Krampfanfälle, starkes Zittern, Erbrechen und erhöhte Körpertemperatur sind die typischen Symptome, die auch dieser Kater zeigt“, teilt die TSV-Vorsitzende Elfi Kirchdorfer mit.

Viele Menschen benutzen das Gift gegen den Schneckenbefall im Garten- und Hausbereich. Hier weist der Tierschutzverein eindringlich auf die Gefahr für Hunde und Katzen, aber auch für andere Kleintiere hin.

Auch indirekt gefährlich

Dabei ist nicht nur die direkte Aufnahme gefährlich, sondern auch das Laufen durch in nasser Erde aufgeweichtem Schneckenkorn. „Schlecken sich die Tiere danach die Pfoten ab, nehmen sie das Gift auf “, so Kirchdorfer.

Der Tierschutzverein bittet alle Gartenbesitzer, nur Schneckenkorn einzusetzen, das kein hochgiftiges Metaldehyd enthält. Denn das ist für alle Vierbeiner hochgiftig, auch wenn Werbesprüche etwas anderes suggerieren, so der TSV. Selbst der teilweise enthaltene Bitterstoff, der eine Aufnahme verhindern soll, bietet keinen ausreichenden Schutz.

Dieser Artikel ist am 4. Juni 2020 im Anzeiger für Harlingerland erschienen.

Der NABU bietet alternative Tipps zum Vorgehen gegen Schnecken: „Mit Bohnenkaffee gegen Schneckenfraß„.

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Wir und unsere Tiere danken Ihnen.

Unser Weihnachtsschreiben!

Für alle, die keine Post von uns erhalten haben, hier unser Weihnachtsschreiben!

Liebe Tierfreunde,

Wir möchten uns mit diesem Schreiben ganz herzlich für die vielfältige Unterstützung und die Spenden bedanken, die wir voller Freude und mit großer Dankbarkeit entgegen nehmen konnten.

Danke auch an die Menschen, die unseren Vierbeinern ein liebevolles Zuhause geschenkt haben.

Es ist so großartig, mit Ihnen eine solche Hilfe zu haben, denn ohne dies wäre unsere Arbeit nicht machbar.

Das Jahr 2019 war ein Jahr voller trauriger, aber auch schöner Ereignisse.

Es begann mit dem tragischen Tod unseres Pferdes Jamal, der uns sehr betrübt und betroffen gemacht hat. Dass er bei uns noch ein schönes und schmerzfreies Leben führen durfte, war nur ein kleiner Trost. Aber, als wäre es eine gewollte Fügung gewesen, erhielten wir kurz danach einen Notruf, dass in Neuschoo ein Pony fast verhungert auf einer Weide steht. Ein Besuch bestätigte diese Meldung und wir versuchten, so schnell wie möglich, seine Rettung einzuleiten. Als wir Holiday vom Hof holten und in den Hänger brachten, hatten wir die große Befürchtung, dass er diesen Weg und auch die Fahrt in sein neues Zuhause nicht übersteht. Nur zehn Minuten langsames Spazieren gehen waren mit ihm anfangs möglich. Zu schwach war er, völlig entkräftet, aber mit einem starken Überlebenswillen. Durch liebevolle Zuwendung, gutes Futter und Aufbaumitteln wurde innerhalb von wenigen Monaten aus diesem geschwächten Wesen ein lebensfrohes und bewegungsfreudiges Pony, das heute trotz seiner 30 Jahren munter über die Weide galoppiert. Hier hat die Pflegestelle Großartiges geleistet.

Wie auch schon im letzten Jahr, lag der Schwerpunkt unserer Arbeit in der Aufnahme und Versorgung von hilfsbedürftigen Katzen. Trächtige Mutterkatzen, ausgesetzte Katzenkinder in unterschiedlichen Altersstufen, aber immer in miserablem gesundheitlichen Zustand wurden in unseren Pflegestellen versorgt. Nicht alle haben es geschafft. Sie wurden zu spät gefunden. Auch mit diesem Verlust und der damit verbundenen Trauer müssen wir immer wieder leben.

Zur Zeit befinden sich auf unseren Pflegestellen noch immer 26 Katzen, die ein Zuhause suchen. Jede Pflegestelle ist noch frequentiert, so dass wir sorgenvoll in die nächste „Saison“ blicken. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt können wir kein hilfsbedürftiges Tier mehr aufnehmen.

Auf zwei still gelegten Höfen haben wir die dort lebenden Katzen eingefangen und kastrieren lassen. Ein Teil wurde zurückgesetzt, sie werden dort gefüttert, ein Teil wurde vermittelt und ein weiterer Teil sitzt auf unseren Pflegestellen und wartet auf seine Menschen. Insgesamt wurden 37 Katzen und 25 Kater über uns kastriert.

Auch bedürftigen Katzenhalter haben wir finanziell und durch Futterspenden unterstützt.

Im November 2019 fand wieder eine Kastrationsaktion des Landes Niedersachsens für Streunerkatzen statt. Über 2500 Katzen und Kater wurden insgesamt innerhalb dieses Projektes kastriert. Für den Landkreis Wittmund waren es ca. 200 Tiere. Diesen Tieren zumindest bleiben die unkontrollierte Fortpflanzung, die Revierkämpfe und damit großes Katzenelend erspart.

Auch auf der politischen Ebene gab es erfreuliche Veränderungen. Sowohl die Gemeinde Friedeburg als auch Wittmund haben nach der Gemeinde Esens eine Katzenschutzverordnung rechtskräftig beschlossen. Jetzt fehlt nur noch die Samtgemeinde Holtriem, damit eine flächendeckende Verordnung im Landkreis Wittmund vorliegt. Hier besteht allerdings noch massiver Handlungsbedarf, da in dieser Gemeinde das Katzenproblem offensichtlich ignoriert wird.

Die Situation mit Hunden war da deutlich entspannter. Nur ein Hund musste von uns aufgenommen und vermittelt werden.

Tierschutz ist kein Anlass zur Freude, sondern eine Aufforderung, sich zu schämen, dass wir ihn überhaupt brauchen.“ (Erich Gräßer, deutscher Theologe und Politiker, *1927)

In diesem Sinne geben wir uns trotzdem täglich Mühe, Tieren Hoffnung zu geben, Liebe zu schenken und nicht aufzugeben für die Tiere, die uns und Sie brauchen. Bleiben sie uns treu.

Wir wünschen schöne Weihnachten, einen tierfreundlichen Jahreswechsel und viel Glück, Freude und Gesundheit für das Jahr 2020.

Ihr Tierschutzverein Harlingerland e.V.