Piwie und Yara …Sie suchen immer noch ein Zuhause!!!!

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Update: 19.10.20  Es gibt keine Interessenten, wobei die beiden auf keinen Fall zusammen vermittelt werden sollen. Allerdings brauchen sie einen ausbruchssicheren Garten oder eine absolut ungefährliche Wohnlage. Sie sind nun 4 Jahre alt und haben fast ihr ganzes Leben auf der Pflegestelle verbracht. Eigentlich wissen sie gar nicht, dass sie nicht „Zuhause“ sind.

Update: 02.03.20 Die Situation hat sich etwas verändert: Piwie ist noch immer ein Hasenherz. Alles, was neu für ihn ist, jagt ihm Angst ein und er versteckt sich. Allerdings versteht er sich nicht mehr mit seiner Schwester. Da meint er, er könnte mal zeigen, was für ein starker Kerl er ist und dann jagt er sie…und auch manchmal die anderen Katzen auf der Pflegestelle. Er ist ein schwieriger Kandidat, wo wir im Moment noch nicht wissen, was für ihn das Beste wäre. Yara ist da eher unkompliziert, braucht aber auch Zeit, um Vertrauen aufzubauen.

Also, jetzt möchte ich doch einmal mein Schicksal selbst in die Hand nehmen und meinen Bruder Piwie und mich vorstellen. Mein Name ist Yara und Piwie und ich sind jetzt bald ein Jahr auf der Pflegestelle, ohne dass sich jemand für uns ernsthaft interessiert hat. Das geht schon ein bisschen an das Selbstbewusstsein, wenn man mitbekommt, wie die Katzenwelpen einer nach dem anderen besucht werden und dann auch ein Zuhause finden. Während wir beide einfach unbeachtet bleiben oder man uns nur als Einzelkatze haben will. Das geht gar nicht. Wir sind nämlich beide sehr sozial, eher könnten wir noch mit anderen Katzen zusammenleben als alleine, denn das kennen wir ja. Und dann kommt hinzu, dass Piwie, obwohl er ein großer, kräftiger Kater ist, ein richtiges Hasenherz hat. Er fürchtet sich schnell. Selbst Jule, das kleine Katzenkind auf der Pflegestelle, jagt ihm Angst ein. Und deshalb braucht er mich an seiner Seite. Damit ich ihm zeigen kann, dass alles gar nicht so schlimm ist. Denn wenn er sich sicher fühlt, ist er nämlich so unbeschwert, fröhlich und verschmust…na ja, das sind wir ja beide. Außerdem kennen wir Hunde und könnten also auch einen Hundehaushalt bereichern. Nur mit kleinen Kindern haben wir keine Erfahrung. Also…wir sind doch ein tolles Paar? Oder sehen Sie das anders?

Muttersein ist auch nur ein Teil des Lebens!

Heute müssen wir einmal ein Wort ergreifen für die ganz besonderen Katzen. Die Katzen, egal ob scheu, verschmust, ängstlich und misstrauisch, die aber eines gemeinsam haben. Sie versorgen ihren Nachwuchs als „Vorzeigemütter“, kümmern  sich liebevoll, fürsorglich, aufopfernd bis zur Selbstaufgabe um ihre Kleinen. Selbst ausgemergelt und klapperdürre machen ihre Kleinen, wenn sie nicht an Infektionskrankheiten leiden, einen guten Eindruck. Kommen sie dann auf unsere Pflegestellen, geht es endlich allen gut. Das regelmäßige Futter, Entwurmung und Entflohung schaffen es, dass auch das Fell der Mutter wieder glänzt, sie „etwas auf die Rippen bekommt“. Es könnte alles gut sein, wenn…wenn es nicht häufig so wäre, dass die kleinen, entzückenden und durch die Betreuung auf den Pflegestellen auch nicht mehr scheuen Kitten ihr Zuhause finden, aber ihre Mütter oft zurück bleiben. Dann gibt es die Option,: „Sie kann wieder an den Fundort zurück“. Kastriert natürlich, damit sich nicht wieder Nachwuchs einstellt. Ja, ihr Elend wird geringer, aber es tut uns in der Seele weh festzustellen, dass wir für diese Katzen kein Zuhause finden. Warum? Auch kleine Katzen werden groß und verlieren ihr Niedlichkeitsmerkmal. Und unsere Mütter sind Katzen, die es einfach verdient haben, nicht auf der Strecke zu bleiben. Deshalb, bitte, lasst unsere Mutterkatzen nicht im Stich. Helft uns durch fleißiges Teilen und vielleicht auch durch die Bereitschaft, einer von ihnen ein Zuhause zu schenken. Bei uns sind es 4 Mütter, wobei insbesondere die noch etwas scheue und misstrauische Katzenmama ein Zuhause braucht. Denn sie wurde an einer Hauptverkehrsstraße gefunden. Und da soll sie auf keinen Fall zurück. Informationen: TSV Harlingerland e.V., Tel.: 04974-9144931