Und was dann bleibt, ist Wut

Update: 03.09.2022 Heute Nacht mussten wir unser kleines graues Mädchen gehen lassen. Dabei waren wir doch so sicher, dass nach dieser Rettungsaktion alles gut für die beiden Fellnasen wird. Aber wir haben uns getäuscht. Wir sind so tieftraurig und erschüttert. Und nach den Tränen kommt nun die Wut. Die Wut darüber, wie verantwortungslos Menschen mit Tieren umgehen, kein Gespür für ihr Leid haben und sich einfach nicht kümmern. Warum muss ein kleines Kätzchen auf die Welt kommen und dann, noch nicht einmal 6 Wochen alt, sterben? Wir werden es nie begreifen.

Ein besonderer Einsatz

Update: 02.09.2022 Den beiden geht es gut und sie sind froh, zusammen zu sein. Sie haben etwas Durchfall, aber bei dem Stress, der Futterumstellung etc. erst einmal kein Grund zur Sorge.

31. 08.2022 Gestern morgen erhielten wir einen Telefonanruf, dass sich auf dem Fahrradweg zwischen Carolinensiel und Wittmund kleine Kätzchen aufhielten und z.T. auch versuchten, die Straße zu überqueren. Eine lebensgefährliche Situation. Vor Ort stellte sich heraus, dass es sich um zwei ca. 6 Wochen alte Kitten handelte. Sehr dünn, sehr ängstlich. Und es war nicht einfach, sie einzufangen. Das Erste konnte relativ schnell gesichert werden. Das Zweite hat unsere Nerven sehr beansprucht, denn immer wieder war die Gefahr da, dass es auf die Straße lief. Am Abend konnte es endlich auch gesichert werden. Nun befinden sich beide auf der Pflegestelle bei Jenny und Chris und erholen sich von dem Schrecken. Wir vermuten, dass auch sie ausgesetzt wurden, denn nach anfänglicher Angststarre konnten sie die streichelnde Hand schon genießen und den Schnurrmotor anschmeißen. Und wir waren glücklich, die Kleinen nach fast 9 Stunden in unserer Obhut zu haben. Danke an Jenny und Brigitta, die geholfen haben. Informationen: TSV Harlingerland e.V., Tel.: 04974-9144931 (weitere Bilder folgen)

Wir mussten uns von Little verabschieden

Update: 17.06.22 Heute mussten wir Little gehen lassen. Seine Nierenwerte haben sich so verschlechtert, dass er jegliche Nahrungsaufnahme verweigert hat und völlig dehydriert war. Wir sind so traurig, aber er hatte noch ein halbes Jahr ein tolles Leben. Danke an Mechthild und Gerold, die das ermöglicht haben.

Update: 27.01.11 Die Blutwerte vom Tierarzt sind da. Littles Werte haben sich verbessert. Wir sind so froh!

Update: 26.01.2022

Und er findet, er ist so schön geworden, dass er sich auch als Tischdekoration eignet.

Er war noch einmal beim Tierarzt. Da seine kurzfristigen Besitzer ihn nicht rechtzeitig haben nachimpfen lassen, muss er nun noch einmal grundimmunisiert werden. Verantwortungsvolle Menschen hätten das einem nierenkranken Kater erspart.

Little hat ein Paket bekommen mit Nierenfutter in seiner Lieblingssorte. Was für eine Freude! Wir bedanken uns ganz herzlich bei Barbara D. aus Lüneburg

Notfall in Carolinensiel

Update: 14.02.22 Die kleine Maus hat es leider nicht geschafft. Sie ist heute morgen verstorben. Es ist immer so traurig, wenn die Hilfe zu spät kommt. Danke an alle, die geholfen haben.

Update: Sie hat keine inneren Verletzungen, ist stark unterkühlt und blind. Sie muss doch irgendwohin gehören…

Diese Katze wurde in Carolinensiel in der Mühlenstraße gerettet. Sie lag im Graben, völig durchnässt und kam von alleine nicht heraus. Aufmerksame Anwohner konnten sie sichern, haben sie aufgewärmt und uns angerufen. Jetzt ist sie erst einmal untergebracht, wurde gefüttert, aber sie ist sehr wackelig auf den Beinen und desorientiert. Wir stellen sie gleich dem Tierarzt vor, dann sehen wir weiter. Informationen: TSV Harlingerland e.V., Tel.: 04974-9144931

Ein großer Notfall hat es leider nicht geschafft

Update: 01.02.2022 Die kleine Maus hat es leider nicht geschafft. Sie wurde heute beim Tierarzt eingeschläfert. Wir sind sehr traurig, hatten wir doch gehofft, dass sie noch eine Chance hat. Ist es ein Trost, dass sie die letzten Tage satt und im Warmen war? Danke an die Finderin, die nicht weg gesehen hat.

Es tut immer weh, ein Tier zu sehen, welches in einem solchen Zustand ist. Diese kleine Maus ist in Eggelingen zugelaufen. Völlig abgemagert, dehydriert und nur Haut und Knochen. Sie wurde tierärztlich versorgt und jetzt müssen wir abwarten, ob sie sich stabilisiert. Sie ist nicht gechippt, aber vielleicht erkennt sie ja jemand. Sie ist schon ziemlich alt, geschätzt 15 Jahre. Aber wir möchten ihr eine Chance geben, vielleicht noch ein paar Monate in Sicherheit und Geborgenheit zu sein. Wer sich vorstellen kann, hier zu helfen, bitte gerne bei uns melden. Informationen: TSV Harlingerland e.V., Tel.: 04974-9144931

Wir mussten Abschied nehmen von Neema

Update: 13.10.21 Heute mussten wir Neema gehen lassen. Wir haben so zusammen gekämpft, jetzt hatten wir keine Chance mehr. Akutes Nierenversagen. Wir sind unsagbar traurig, aber glücklich, dass sie die letzten Monate bei uns in Sicherheit und Wärme verbringen konnte und geliebt wurde.


Update: 19.08.21 Heute waren wir noch einmal beim Tierarzt. Es wurde noch einmal Blut abgenommen, auch um die Höhe der Leukozyten zu überprüfen. Ihre Atmung ist noch immer etwas schwer. Das wird auch so bleiben, stört sie selbst aber gar nicht, weil sie auch nicht so aktiv ist, dass sie wirklich aus der Puste kommt. Sie schläft gerne und viel, hat einen guten Appetit und sie hält sich fast nur im Haus auf. Auch wenn die Terassentür auf ist, zieht sie es vor, drinnen zu sein. Wer weiß: vielleicht hat sie Angst, dass die Türe irgendwann zugeht und sie nicht mehr reinkommt. Vielleicht war das ihre Erfahrung, bevor sie zur Streunerkatze wurde. Sie hat sich toll entwickelt. Zutraulich, verschmust, hört auf ihren Namen und hat wieder volles und seidenweiches Fell. Es wäre schön, wenn sie einen Einzelplatz haben könnte, wo sie verwöhnt wird und ihren Menschen nicht teilen muss. Sie versteht sich mit anderen Katzen, braucht sie aber nicht für ihr Leben. Und auch mit Hunden hat sie kein Problem.

Update: 20.07.21 Neemas Leukozyten sind noch immer erhöht und wir müssen sie doch noch weiter beobachten. Allerdings wird sie jetzt immer mutiger, läuft durchs ganze Haus und erobert sich einen Schlafplatz nach dem anderen.



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Andere Katzen braucht sie aber nicht. Sie hält sie auf Distanz und wenn diese das akzeptieren, ist es in Ordnung. Ansonsten müssen sie sich schon einmal eine Ohrfeige gefallen lassen. Vielleicht wäre ein Einzelplatz für sie das Optimale.

Update: 12.07.21 Neema ist geimpft, kastriert und gechipt, Fiv und Leucose neagtiv gestestet und umzugsbereit.

Update: 01.07.21 Neema wird immer schöner. Ihr Fell wächst wieder, so dass die kahlen Stellen schon fast verschwunden sind. Ihr Appetit wird gemäßigter. Sie scheint verstanden zu haben, dass es zuverlässig jeden Tag Futter gibt und sie nicht „auf Vorrat“ essen muss. Sie lässt nun auch schon Reste auf dem Teller. Sie hat weiterhin zugenommen, obwohl sie immer ein kleines, zierliches Kätzchen bleiben wird. Die Leukozytenanzahl ist weiterhin gesunken, aber noch nicht im Normalbereich. Wir werden wohl damit leben müssen, dass sie eine Atemwegsentzündung hat, die sich chronifiziert hat. Die Operationswunde ist perfekt verheilt. Jetzt fehlt nur noch ein Zuhause, wo sie Prinzessin sein darf.

Update: 14.06.21 Neema war heute noch einmal beim Tierarzt, weil das letzte Blutbild vor 2 Wochen eine extrem hohe Leukozyzenanzahl zeigte. Daraufhin wurde sie mit Antibiotika behandelt. Die Kontrolle heute zeigte zwar einen starken Rückgang, aber die Wertes sind noch immer über dem Normalbereich. Gleichzeitig konnte man auf dem gemachten Röntgenbild Schatten auf der Lunge und ein vergrößertes Herz erkennen. Da sie auch schwer atmet, wird eine chronische Bronchitis vermutet. Wir hoffen, dass wir den kleinen Schatz wieder einigermaßen fit bekommen. Geschätzt ist sie mindestens 15 Jahre alt. Man merkt es ihr auch an. Sie schläft viel und ruht sich aus. Nachts schläft sie jetzt gerne neben dem Hund auf dem Kissen vor dem Bett.


Update: 20.05.21 Heute wurden die Fäden gezogen. Die Operationsnarbe ist sehr gut verheilt und sie hat 500 gr. zugenommen. Und sie hat einen Namen. Neema…das bedeutet auf Kisuaheli „Glück“ und das soll jetzt ihr ständiger Begleiter werden. Wer dem Glück nachhelfen und der kleinen Fellnase ein neues Zuhause geben möchte, kann sich gerne bei uns melden.
Update: 14.05.21 Nachdem sie nun gebadet und auch alle filzigen Stellen aus dem Fell entfernt sind, sieht man, was für eine kleine Schönheit sich hier entwickelt. Sie ist so eine Schmusekatze
Hier sieht man, was für eine zierliche, kleine Katze Neema ist.

Update 11.05.21 Gestern wurde sie operiert und ihre Tumore am Bauch wurden entfernt. Sie hat bis jetzt alles gut überstanden und durfte heute auch wieder fressen. Wir hoffen, dass es ihr bald richtig gut geht.

Update: 08.05.21 Die erste Nacht auf der Pflegestelle hat sie prima gemeistert. Sie hat gut gefressen und getrunken, benutzt zuverlässig das Katzenklo und kann vom Schmusen einfach nicht genug bekommen. Sie rennt einem ständig hinterher, schleicht um die Beine und man muss aufpassen, nicht über sie zu stolpern. Sie ist toll, ein richtiger Herzensbrecher.

Update: 07.05.21 Die Untersuchungen beim Tierarzt ergaben im Blutbild keine bedrohlichen Ergebnisse. Lediglich der FIV-Wert war auf der Bande leicht markiert. Das werden wir noch einmal nach testen. Die kleine Maus wiegt gerade mal 2,1 kg, hat nur noch einen Zahn und Tumore am Bauch. Am Montag wird sie operiert.

Update: 07.05.21 Es hat sich kein Besitzer gemeldet. Wir konnten die Katze heute sichern und haben sie zum Tierarzt gebracht. Sie ist so klein und zierlich und total verschmust. Allerdings ist ihr körperlicher Zustand schlecht…offene Stellen unterm Bauch, sehr dünn, stellenweise ist ihr das Fell ausgefallen… Wir hoffen, dass sie es schafft.

Diese Katze hält sich seit einiger Zeit in Werdum in der Gastriege, Bereich Grundschule, auf. Sie ist sehr dünn und struppig, hat offensichtlich Hunger und reisst deshalb die gelben Säcke auf. Heute hat sie eine Taube gefangen. Wer weiss, wo sie hingehört? Wenn sie keinem gehört, muss sie gesichert und untergebracht werden. Informationen: TSV Harlingerland e.V., Tel.: 04974-9144931

„Tala“ …leider hatte er keine zweite Chance!

Update: 26.06.20 Tala ist verstorben. Die Hitze hat ihm zu sehr zu schaffen gemacht. Eine gute Reise, kleiner Mann!

 

 

Update: 22.09.19

Das Leben kann für manche unter uns doch sehr ungerecht sein. Jetzt ging es Tala psychisch doch langsam besser und er hat sich so toll gemacht.

Jetzt erneut ein Schicksschlag für den armen Kerl. Leben oder Sterben, diese Entscheidung stand an. Die letzten Tage waren dramatisch.

Für Tala hatte sein Leben nach all dem Leid, welches er durch Menschen erfahren hat, mit 9 Jahren eigentlich erst begonnen und sollte jetzt plötzlich zu Ende sein?

Das war geschehen:

Im Juni dieses Jahres wurde bei Tala ein Glaukom festgestellt. Nun hieß es 5x täglich Augentropfen geben. Im August wurde der Augeninnendruck nachgemessen und er war gesunken! Also eigentlich eine gute Entwicklung. Eigentlich! Denn trotzdem wurde sein Augenlicht Stück für Stück weniger.

Anfang dieser Woche kniff er dann plötzlich das Auge zu und innerhalb weniger Stunden wurden Rötung und Schwellung so stark, dass wir sobald wie möglich zum Augenspezialisten mussten. Dort das ernüchternde Ergebnis : Ein Hornhautdefekt! Und damit einhergehend war der Augeninnendruck immens gestiegen! Tala hat in seinem Leben schon viel erleiden und schlimme Schmerzen ertragen müssen. Doch diese Tage müssen die Hölle für den armen Kerl gewesen sein.

Eine schwere Entscheidung musste getroffen werden. Sterben oder das Augenlicht verlieren. Unter eine hohe Dosis Morphium und starke Schmerzmittel gesetzt, sollte er noch ein letztes Mal sein Zuhause schmerzfrei erleben dürfen.

Doch ein Leben beenden, nachdem es eigentlich gerade erst begonnen hat?

Dürfen wir hier überhaupt abwägen und was würde Tala sich wünschen? Das fragten wir uns.

Wir alle, die unsere Tiere lieben, wissen, wie unglaublich schwierig es ist, eine solche Entscheidung zu treffen  und letztlich spüren wir, was sie uns mitteilen wollen und was sie sich wünschen.

So war das auch bei Tala. Er wollte leben.

Und so haben wir uns jetzt für Tala und den zweiten Weg entschieden. Er hat die Operation gut überstanden. Sein linkes Auge wurde entfernt. Jetzt beginnt eine harte Zeit der Behandlung, der Pflege und der Betreuung.

Natürlich benötigen wir für Tala jetzt möglichst viel Betreuung und finanzielle Unterstützung.

Den ersten Kuschelpaten hat Tala schon gefunden, der sich auch an den Kosten beteiligen möchte. Aber wie das immer so ist, kommt schon einiges zusammen. Allein die Untersuchung und Behandlung im Juni hat 500 € gekostet, die OP und Behandlung jetzt  530 €. Medikamente und die erforderlichen osteopathischen Behandlungen werden bestimmt noch einmal 400 € verschlingen. Für einen so kleinen Verein wird das schwierig.

Es wäre schön, wenn sich noch weitere Freunde für Tala finden, die sich auf die eine oder  andere Weise daran beteiligen möchten, dass alles für den lieben Kerl getan werden kann. Jede finanzielle Unterstützung erleichtert es uns, die anfallenden Kosten zu bewältigen. Bitte helfen Sie uns, aber vor allem Tala, mit Ihrer Spende! 

Tierschutzverein Harlingerland e.V.

IBAN: DE53285500000001064856
BIC:BRLADE21LER
Sparkasse LeerWittmund   Verwendungszweck Tala

Update: 18.02.19

Noch immer hat sich niemand gemeldet, der Interesse an Tala hätte. Dabei wünscht er sich so sehr seine eigenen Menschen, die ihn lieben und unterstützen.

Update: 18.12.18
Vor genau einem Jahr haben wir den unten zu lesenden Text gepostet. Jetzt wollen wir erzählen, was in der Zwischenzeit passiert ist:
Tala hat sich zu einem lebenslustigen, teilweise unglaublich übermütigen Hund entwickelt, der schon sehr viel Vertrauen aufgebaut hat. Mit Frauen kommt er mittlerweile völlig problemlos klar und er lässt gutmütig zu, dass man mit ihm kuschelt. Bei Männern ist er noch etwas skeptisch, waren doch seine schlechten Erfahrungen im wesentlichen „männerbestimmt“. Aber auch das wird besser und wenn „Mann“ sich intensiv mit ihm beschäftig, ohne ihn zu bedrängen, geht hier auch schon einiges. Wir wünschen uns so sehr, dass dieser Senior doch noch ein richtiges Zuhause findet. Ein Zuhause, wo er im Mittelpunkt steht, wo er sich nicht die Zuneigung mit noch einer Reihe anderer Hunde teilen muss. Es geht ihm jetzt gut, er wird geliebt, aber es wäre doch sein Herzenswunsch, seinen „eigenen“ Menschen zu finden.

Natürlich freuen wir uns Weihnachten über die Spenden, die unsere Arbeit so stark unterstützen. Denn mit diesen Spenden können wir Tieren in Not helfen. Heute haben wir das benutzt, um einem besonderen Hund ein besonderes Geschenk zu machen: wir haben als TSV Harlingerland e.V. Tala übernommen. Seine Geschichte können sie weiter unten lesen. Wir wollen ihm bei der Bewältigung seiner gesundheitlichen, aber auch seiner psychischen Probleme helfen. Denn vielleicht schafft er ja durch konsequentes Training und liebevolle Betreuung den Wesenstest…Wir glauben daran. Er bleibt da, wo er jetzt ist, allerdings als Pflegestelle, Es ändert sich also nichts für ihn im alltäglichen Leben. Aber vielleicht gibt es so Perspektiven für ihn und er kann bald in ein eigenes Zuhause umziehen. Der Anfang ist gemacht.

Darf ich mein Leben erzählen? Vielleicht verstehen Sie dann ein bisschen, warum ich so bin, wie ich mich jetzt zeige. Ich bin jetzt 10 Jahre alt, wie man sieht, ein Schäferhund und ich wurde vor einem Jahr ins Tierheim gebracht, weil ich mehrfach gebissen habe. Sicherstellung nennt man das. Wer da vor wem gesichert wurde? Gut, ja, ich habe gebissen. Aber wissen Sie, wie ich gelebt habe? Nichts, aber wirklich gar nichts, habe ich kennen lernen dürfen. Keine anderen Hunde, keine Spaziergänge, wo ich schnüffeln konnte, wer vor mir schon unterwegs war…Ich durfte mich im Haus und in der Scheune aufhalten…das war es. Und dann wurde ich auch noch geschlagen. Da waren die Menschen nicht zimperlich mit mir. Es ist schwer, unter solchen Bedingungen seinen guten Charakter zu behalten und nicht misstrauisch und ängstlich zu werden.

Als ich ins Tierheim kam, war ich in einem wirklich schlimmen Zustand. Ich konnte kaum laufen…klar, keine Muskulatur. Am Rücken hatte ich offene Stellen…woher? Und ich litt unter einer chronischen Ohrenentzündung, die nicht behandelt worden war. Leiden ist genau der richtige Ausdruck für das, was ich durchmachen musste. Jeder, der schon einmal eine Ohrenentzündung hatte, weiß, wie schmerzhaft das ist.

Das körperliche war der eine Aspekt. Aber der psychische? Wie sollte ich jemals wieder einem Menschen vertrauen. Ja, sie meinen es jetzt gut mit mir. Aber wie lange? Kann ich mich darauf verlassen, dass es wirklich anhält? Oder muss ich wieder damit rechnen, irgendwann geschlagen zu werden, zu erleben, dass man seinen Ärger an mir auslässt? Das macht mir Angst. Können Sie das verstehen? Und die Angst ging am Anfang noch weiter: Bei den Spaziergängen geriet ich fast in Panik, wenn mir andere Menschen entgegen kamen. Ist ja lächerlich, wenn so ein großer Hund wie ich um Hilfe schreit und auf den Schoß will, aber genau das hätte ich gerne getan.

Auch andere Hunde, Fahrradfahrer, selbst mein Spiegelbild in der Wasserpfütze…es war ein Grauen für mich. Und manchmal stand ich einfach nur da, schaute in die Welt mit riesigen Augen und konnte es kaum fassen, was es alles zu sehen und zu erleben gab. Und wenn mein Pflegefrauchen bei mir war, dann spürte ich schon ein bisschen: Hier passiert mir nichts mehr. Denn jetzt konnte ich in die Hundepension von meinem Pflegefrauchen umziehen. Und die hilft mir wirklich, wieder optimistischer in die Zukunft zu blicken. Mittlerweile kann ich mit Frauen schon ziemlich gut umgehen. Aber auch Männer sind nicht mehr nur böse.

Doch jetzt kommt eigentlich das Allerschlimmste: ein Besuch beim Tierarzt zeigte, dass ich auch noch ziemlich krank bin. Wie die Fachbegriffe so heißen? Hochgradige Spondylosen im Bereich der Brust- und Lendenwirbelsäule,  eine mittelgradige Hüftgelenksdysplasie, Schilddrüsenunterfunktion, Arthrose…Das ist, ich weiß es ja selbst, nicht die optimale Situation, um ein neues Zuhause zu finden. Und das war ja der Plan: ich trainiere und übe ganz fleißig, bestehe den Wesenstest…und dann endlich finde ich meine Menschen.

Aber ganz ehrlich: das, was ich jetzt erlebe, ganz wenig Schmerzen, weil ich Medikamente bekomme, Tabletten gegen die Unterfunktion…ich blühe richtig auf und habe eine solche Freude am Leben. Ich könnte Luftsprünge machen vor Glück. Ja, ich weiß, ist bei meiner Diagnose nicht so gut, aber Sie verstehen sicher, was ich meine. Und dann bekomme ich auch noch Physiotherapie. Sie werden sehen, mir geht es bald richtig gut. Aber eines ist noch zu sagen: das alles kostet leider auch Geld…Und deshalb wünsche ich mir ein paar Leute, die mich mit Spenden unterstützen. Paten nennt mein Pflegefrauchen das. Wenn Sie mich kennen lernen, werden Sie sehen, dass es sich wirklich lohnt, mir zu helfen, damit ich meine Lebenslust wieder neu entdecken kann.

Informationen: TSV Harlingerland e.V., Tel.: 04974-9144931