Rapunzel sucht ihr Königreich

Rapunzel ist 1 Jahr alt und eine Kreuzung von Maincoon/Norwegische Waldkatze. Sie wurde bei einer Züchterin gekauft, die offensichtlich dieses Hobby primär als Möglichkeit zum Geldgewinn ansah. Eine ausreichende Sozialisation ihrer Tiere lag ihr offensichtlich nicht am Herzen. So kam Rapunzel zusammen mit ihrer Mutter Schneewittchen

Schneewittchen

in ihr neues Zuhause. Dort aber gelingt ihnen nicht die Eingewöhnung und der Aufbau von Vertrauen dem Menschen gegenüber. Nach ca. einem halben Jahr kann sich die jetzige Besitzerin nur bis auf einen halben Meter nähern, dann sind die beiden verschwunden. Da sie unsauber sind, leben sie nur noch in der Küche. Sie haben bis jetzt noch keinen Tierarzt besucht und sind weder entwurmt, geimpft oder sonst wie untersucht worden. Da sie sich auch nicht bürsten lassen, verfilzt das Fell langsam. Die Besitzerin ist mit der Situation völlig überfordert und möchte die Tiere abgeben. Hier suchen wir Kenner, die sich mit Geduld und Ausdauer den Tieren nähern. Ob Mutter und Tochter zusammen bleiben sollen, müssen wir noch beobachten. Vielleicht wäre eine Trennung sogar besser! Vor Abgabe werden sie kastriert! Informationen: TSV Harlingerland e.V., Tel.. 04975-9144931

Die Kitten wachsen und gedeihen…

Update: 06.06.21 Alle Kitten sind reserviert, aber die Mama sucht noch ihren Platz!





Auch die Mütter möchten ein Zuhause!

Update: 21.05.21 Nach anfänglichen Startschwierigkeiten klappt jetzt die Versorgung der Kleinen durch ihre Mama und sie wachsen und gedeihen. Sie dürfen mit 12 Wochen ausziehen und es wäre schön, wenn auch die noch junge Mama dann ein neues Zuhause hätte, damit sie nicht alleine zurück bleiben muss.

Update: 12.05.21 Ganz herzlichen Dank an alle, die ihre Hilfe angeboten haben. Aber die Mutter ist wieder aufgetaucht und versorgt ihre Kleinen selbst. Es war wohl eine andere Katze, die überfahren wurde. Wir nehmen die kleine Familie aber zu uns auf die Pflegestelle, so dass alle in Sicherheit sind.

4 Kitten in Neugade brauchen dringend Hilfe. Die Mutter wurde vermutlich überfahren…sie lagen an der Straße im Gebüsch und sind noch sehr klein. Die Augen sind noch zu. Wir suchen entweder eine Mutteramme oder einen fachkompetenten Menschen aus einem anderen Tierschutzverein, der sie vielleicht übernimmt. Informationen: TSV Harlingerland e.V., Tel.: 04974-9144931

Doppelt gesichert hält besser

Die Meldungen über entlaufene Hunde, die erst nach langer Zeit oder gar nicht mehr eingefangen werden können, nehmen zu. Es gibt viele Hunde, die bei ungewohnten Geräuschen, in Angst-und Stresssituationen extrem erschreckt reagieren und nur noch eines wollen: flüchten. Um das zu verhindern, ist es wichtig, dass sie besonders gesichert werden. Welche Hunde aber benötigen diesen besonderen  Halt?

Foto Dirk Müller: Doppelsicherung

–   Hunde, die ängstlich, traumatisiert und unsicher sind und sich als Ausbrecherkönige bewähren.

–   Hunde in für sie fremden Situationen oder während der Zeit um Silvester

–   Hunde, deren Vorleben wir nicht kennen und daher nicht einschätzen können, wie sie reagieren

–   Hunde, die gerade neu in ihre Familie gezogen sind. Besonders in den ersten Wochen nach der Ankunft im neuen Zuhause ist die Gefahr des Entlaufens eines Hundes, nicht nur aus dem Tierschutz, besonders groß und deswegen ist besondere Aufmerksamkeit notwendig. Dies bedeutet:

⚠️Lasst eure Hunde nicht unbeaufsichtigt in den Garten. Sichert ängstliche Hunde auch im Garten.

⚠️Achtet darauf, dass euer Hund im Haus in einem gesicherten Bereich ist und nicht zur Haustür heraus kann, wenn ihr diese öffnet.

Und dann hilft: !!DOPPELSICHERUNG!!

Denn: In Panik kommt ein Hund aus einem Halsband oder einem herkömmlichen Geschirr, welches in der Regel zwei Gurte hat, durch Rückwärtsbewegungen ohne Probleme heraus. 

Normaler Gurt

Bei der Doppelsicherung ist dies nicht möglich. Der Hund trägt einmal ein eng anliegendes Halsband, an dem eine Leine befestigt ist, die der Tierhalter in der Hand hält. Zusätzlich trägt er ein Sicherheitsgeschirr, welches ihn  durch einen dritten Bauch/Taillengurt sichert . Dieser Gurt muss hinter dem letzten Rippenbogen sitzen, also dort, wo der Brustumfang des Hundes am schmalsten ist. Da der Umfang des Brustkorbes deutlich größer ist als der Umfang dieses Gurtes ist es anatomisch nahezu unmöglich, dass sich der Hund aus dem Geschirr befreit. Der Tierhalter trägt einen Bauchgurt, Gürtel oder ähnliches, an dem das Geschirr mit einer Leine verbunden ist..

In Stresssituationen kann es  passieren, dass dem Besitzer die Leine aus der Hand gleitet, man stolpert . Dann greift die zweite Sicherung, nämlich die Leine, die am Sicherheitsgeschirr und dann am Körper des Hundeführers fixiert ist und so das Weglaufen des Hundes verhindert .

Ein Sicherheitsgeschirr bekommt ihr z.B. beim Fressnapf, 3 Sterne für 4 Pfoten in Hage, bei Schecker, Kaufland, Medpets und auch im Internet, auch mit Maßanfertigung. z.b. bei Sientas, Novadog, Bonny b. Manufaktur,  Feines für Seelenhunde usf.

Foto Dirk Müller: Doppelsicherung und dritter Bauchgurt

Im Notfall können Sicherheitsgeschirre bei der Hundesuchhilfe Ostfriesland und auch bei Tierschutz rettet Leben, Angeles Hundehilfe e.V., Sientas usf. ausgeliehen werden. Vielleicht mag der ein oder andere für diesen Zweck auch ein altes Geschirr, was nicht mehr benötigt wird, dem Tierschutz spenden. Es ist nicht schön und immer eine schreckliche Erfahrung für Hund und Halter, wenn das Tier entläuft. Deshalb: Passt auf euch und eure Hunde auf!  

Abschuss von Hauskatzen im niedersächsischen Jagdrecht | Petition

Barbara Otte-Kinast plant im Rahmen der beabsichtigten Änderung des niedersächsischen Jagdgesetzes den Abschuss von Hauskatzen ohne weitere Voraussetzungen zu gestatten, sobald diese sich mehr als 300 Meter vom nächsten Wohnhaus entfernt aufhalten. Eine solche Regelung entbehrt jeder Verhältnismäßigkeit und jeglichen vernünftigen Grundes. Dazu kommt, dass die Ministerin in den letzten Jahren viel Geld für die Kastration von freilebenden Hauskatzen zur Verfügung getellt hat. “Es hat den Anschein, dass man nun kein Geld mehr zur Verfügung stellen wird, weil ein Abschuss günstiger sein könnte”, so Dieter Ruhnke, Vorsitzende des Landestierschutzverbandes Niedersachsen e.V.

NEU: Petition FÜR den Katzenschutz

Es wurde eine Petition beim niedersächsischen Landtag eingereicht, mit der man die Streichung des Hauskatzenabschusses aus dem Jagdgesetz erreichen möchte.
Mit dem nachfolgenden Link können Sie die Petition einsehen und mitzeichnen.

https://www.navo.niedersachsen.de/navo2/portal/nipetition/0/publicviewpetition?id=58

Es müssen mindestens 5.000 Bürger*innen aus Niedersachsen mitzeichnen, damit die Petition in die parlamentarischen Beratungen eingeschleust und durch den zuständigen Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz beraten werden muss. 

Die Mitzeichnungsfrist läuft am 19.04.2021 aus. Bis dato haben erst 2706 Personen mitgezeichnet. Es ist zwingend erforderlich, dass Sie mit Ihrem Verein mobil machen und die Petition nicht nur auf Ihren Social Medias teilen, sondern auch aktiv bewerben und immer wieder bis zum Ende der Frist daran erinnern.

Und nicht nur die Hauskatzen stehen im Visier der Ministerin. In den Setz- und Brutzeiten dürfen gemäß Bundesjagdgesetz bis zum Selbständigwerden der Jungtiere die für die Aufzucht notwendigen Elterntiere nicht bejagt werden. Der Schutz insbesondere der Muttertiere ist seit 1953 ein zentraler Tierschutzbestandteil des Jagdrechtes und entsprechend seiner Bedeutung als Straftatbestand im Bundesjagdgesetz ausgestaltet.

Der Landestierschutzverband Niedersachsen hat gemeinsam mit seinem Dachverband, der Deutschen Juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht, dem Tierschutzverein Bremen und mit dem Wildtierschutz Deutschland die Ministerin in einem offenen Brief aufgefordert, diese Änderungsvorschläge im aktuellen Entwurf zur Novellierung des Landesjagdgesetzes Niedersachsen zu revidieren.

Anlagen:

Dies ist eine Presseinformation des Landestierschutzverbandes Niedersachsen e.V. Der Landestierschutzverband Niedersachsen e.V. ist die größte Tierschutzorganisation in Niedersachsen und vertritt die Interessen von 78 Mitgliedsvereinen in denen rund 23.000 Tierschützer*Innen organisiert sind.

Änderungen im Jagdgesetz

Das Land Niedersachsen und seine Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz , Frau Barbara Otte-Kinast (CDU) planen eine Änderung im Jagdrecht, die zu erheblichen Nachteilen im Tierschutz führen werden. Aus diesem Grunde müssen alle, die sich hier engagieren, aktiv werden. Wir haben diesen Brief heute an die Ministerin geschickt. Teilt diesen Brief, wo immer ihr könnt und fordert andere Tierschutzorganisationen dazu auf, ebenfalls aktiv zu werden.

Sehr geehrte  Ministerin, sehr geehrte Frau Hildebrandt,

mit großer Sorge haben wir den Entwurf der Landesregierung zur Änderung des Niedersächsischen Jagdgesetzes zur Kenntnis genommen.

Neben dem aufgeweichten Schutz von Elterntieren, die ihren Nachwuchs während der Setz- und Brutzeit versorgen, stößt die Freigabe des Abschusses von Hauskatzen  auf Fassungslosigkeit und Empörung. Im Entwurf des Gesetzestextes wird eine Katze, die sich 300m von einem Haus entfernt aufhält, unhinterfragt als wildernd eingestuft und darf erschossen werden, unabhängig davon, ob die Katze wirklich wildert und ein anderes Tier gefährdet oder nicht. Dies dürfte den Tod einer großen Anzahl von Hauskatzen, insbesondere in ländlichen Gebieten bedeuten. Katzen, auch kastrierte, gut genährte Katzen, legen gerne Wegstrecken über 300 m hinaus zurück. Eine solche Vorgehensweise ist daher nicht nur aus tierschutzrechtlicher Sicht absolut unakzeptabel. Hinzu kommt auf menschlicher Ebene der mögliche Verlust von geliebten Haustieren, die als Familienmitgliedern in den jeweiligen Haushalten leben. Hier zeigt sich eine völlig realitätsfremde und tierfeindliche Haltung. Diese Haltung erstaunt auch deshalb, weil in einigen Bundesländern wie NRW mit einem ökologischem Jagdgesetz schon seit 2015 genau der gegenteilige Trend eingeleitet wurde. In  Niedersachsen fordern Tierschutzverbände aufgrund einer unkontrollierten Fortpflanzung von Hauskatzen seit vielen Jahren eine landesweite Kastrationspflicht, wie sie es in einigen Bundesländern schon gibt.  Leider sind entsprechende Bemühungen von Tierschutzverbänden in Niedersachsen Jahren erfolglos. Deshalb haben über 100 Gemeinden und Landkreise in Niedersachsen  dieses Anliegen selbst in die Hand genommen und eine eigene  Katzenschutzverordnung verabschiedet.

Auch der der Deutsche Tierschutzbund weist in einem offenen Brief an Frau Barbara Otte-Kinast als die zuständige Ministerin auf das groteske Vorgehen hin und fordert eine Abänderung. „Zerstören Sie nicht ein letztes Mindestmaß an Tierschutz, Glaubwürdigkeit und an Ethik, welches der Jagd in Niedersachsen noch bleibt!“

Der Nabu schätzt, dass in Deutschland jährlich 200000 Katzen durch Jäger getötet werden. Eine offizielle Zahl gibt es leider nicht, da es keine Meldepflicht für getötete Katzen gibt. Auch dies verwundert, da in allen Gemeinden, in denen es eine Kastrationspflicht gibt, auch eine Kennzeichnung und Registrierung des Tieres erfolgen muss. Damit ist die Ermittlung des Besitzers einer erschossenen Katze durch den Jäger einfach und ohne hohen Verwaltungsaufwand möglich. Letztendlich ist eine Regulierung der Katzenpopulation nicht durch tierquälerischen Abschuss, sondern nur durch konsequent durchgeführte Kastrationsaktionen erfolgversprechend. 

Tierschutz ist für die Bürger der Bundesrepublik Deutschland ein wichtiges Anliegen, wie sich nicht zuletzt durch die Aufnahme des Staatszieles Tierschutz in die Verfassung zeigt.  Damit sind Tiere als empfindsame Lebewesen anerkannt und stehen  unter ihrem besonderen Schutz. Für die Millionen Wähler im Land ist ein glaubwürdiger und überzeugender Tierschutz seitens der Politik durchaus auch ein Gradmesser für politische Entscheidungen. Dies sollte nicht nur in einem Wahljahr berücksichtigt werden.

Wir erwarten, dass Sie diese Änderungen im Jagdgesetz, insbesondere was den anlasslosen  Abschuss von Katzen betrifft, ersatzlos streichen. Dies gilt auch für den Abschuss von pflegenden Elterntieren. Mit  diesem Entwurf zeigt sich  für Niedersachsen ein deutlicher Rückschritt , der zu weiterem Tierelend und Tierleid führen wird. Es wäre im Gegenzug sinnvoll, eine Meldepflicht für abgeschossene Katzen einzuführen!

Mit freundlichen Grüßen

E. Kirchdorfer, TSV Harlingerland e.V.