Osterfeuer sind ein alter Brauch und sie führen oft zum geselligen Beisammensein mit Familie und Freunden. Für viele Tiere aber bedeuten sie Lebensgefahr und sogar den Tod. Einen fürchterlichen Tod, nämlich durch Verbrennen am lebendigen Leib.
Denn oft wird schon viele Tage meist Wochen und Monate zuvor das Brenngut gesammelt und aufgeschichtet. Aber Mäuse, Igel, Kröten, Kaninchen und auch Insekten nutzen das Brenngut als Unterschlupf oder sogar Brutstätte. Wird das Feuer dann entzündet, sitzen die Tiere in einer tödlichen Falle.
Daher müssen noch vor dem Entzünden des Feuers einige Regeln beachtet werden.
- Das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) rät, das Brenngut erst am Tag des geplanten Osterfeuers aufzuschichten. Wenn diese Möglichkeit nicht besteht, ist eine vorsichtige und vollständige Umschichtung der Materialien am Tag des Osterfeuers möglichst kurz vor dem Entzünden angebracht, um die Tiere zu vertreiben.
- Das Aufschichten sollte insbesondere im unteren Bereich so locker wie möglich erfolgen.
- Zudem sollte beim Aufschichten des Brennguts auf genügenden Abstand zu Bäumen, Sträuchern, brennbaren Sitzgelegenheiten (wie Strohballen) und Häusern geachtet werden, damit durch Funkenflug kein unerwarteter Schaden eintritt. Zu nah am Osterfeuer stehende Pflanzen könnten auch durch die Strahlungswärme des Feuers beschädigt werden.
- Nur trockenes Holz gehört in den Osterfeuerhaufen. Wird zusätzlich Müll verbrannt, wie etwa Kunststoff, können giftige Dämpfe entstehen. Landet Gartenabfall oder feuchtes Laub im Osterfeuer, verstärkt das die Rauchentwicklung und die Belastung für die Umwelt enorm.
Deshalb: nehmt Rücksicht auf die Schwächsten und Hilflosen!
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