Abschuss von Hauskatzen im niedersächsischen Jagdrecht | Petition

Barbara Otte-Kinast plant im Rahmen der beabsichtigten Änderung des niedersächsischen Jagdgesetzes den Abschuss von Hauskatzen ohne weitere Voraussetzungen zu gestatten, sobald diese sich mehr als 300 Meter vom nächsten Wohnhaus entfernt aufhalten. Eine solche Regelung entbehrt jeder Verhältnismäßigkeit und jeglichen vernünftigen Grundes. Dazu kommt, dass die Ministerin in den letzten Jahren viel Geld für die Kastration von freilebenden Hauskatzen zur Verfügung getellt hat. “Es hat den Anschein, dass man nun kein Geld mehr zur Verfügung stellen wird, weil ein Abschuss günstiger sein könnte”, so Dieter Ruhnke, Vorsitzende des Landestierschutzverbandes Niedersachsen e.V.

NEU: Petition FÜR den Katzenschutz

Es wurde eine Petition beim niedersächsischen Landtag eingereicht, mit der man die Streichung des Hauskatzenabschusses aus dem Jagdgesetz erreichen möchte.
Mit dem nachfolgenden Link können Sie die Petition einsehen und mitzeichnen.

https://www.navo.niedersachsen.de/navo2/portal/nipetition/0/publicviewpetition?id=58

Es müssen mindestens 5.000 Bürger*innen aus Niedersachsen mitzeichnen, damit die Petition in die parlamentarischen Beratungen eingeschleust und durch den zuständigen Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz beraten werden muss. 

Die Mitzeichnungsfrist läuft am 19.04.2021 aus. Bis dato haben erst 2706 Personen mitgezeichnet. Es ist zwingend erforderlich, dass Sie mit Ihrem Verein mobil machen und die Petition nicht nur auf Ihren Social Medias teilen, sondern auch aktiv bewerben und immer wieder bis zum Ende der Frist daran erinnern.

Und nicht nur die Hauskatzen stehen im Visier der Ministerin. In den Setz- und Brutzeiten dürfen gemäß Bundesjagdgesetz bis zum Selbständigwerden der Jungtiere die für die Aufzucht notwendigen Elterntiere nicht bejagt werden. Der Schutz insbesondere der Muttertiere ist seit 1953 ein zentraler Tierschutzbestandteil des Jagdrechtes und entsprechend seiner Bedeutung als Straftatbestand im Bundesjagdgesetz ausgestaltet.

Der Landestierschutzverband Niedersachsen hat gemeinsam mit seinem Dachverband, der Deutschen Juristischen Gesellschaft für Tierschutzrecht, dem Tierschutzverein Bremen und mit dem Wildtierschutz Deutschland die Ministerin in einem offenen Brief aufgefordert, diese Änderungsvorschläge im aktuellen Entwurf zur Novellierung des Landesjagdgesetzes Niedersachsen zu revidieren.

Anlagen:

Dies ist eine Presseinformation des Landestierschutzverbandes Niedersachsen e.V. Der Landestierschutzverband Niedersachsen e.V. ist die größte Tierschutzorganisation in Niedersachsen und vertritt die Interessen von 78 Mitgliedsvereinen in denen rund 23.000 Tierschützer*Innen organisiert sind.

Wiedersehen an Weihnachten

Ein kleines Weihnachtswunder erlebte eine Familie aus Wittmund am zweiten Weihnachtsfeiertag: Nach eineinhalb Jahren tauchte ihre Katze Marylin wieder auf. Marylin verschwand plötzlich. Sie war aus der Tür gelaufen und nicht mehr zurückgekehrt.

Die im Juli 2019 geschaltete Suchanzeige bei Facebook blieb ohne Erfolg. Marylin blieb verschwunden. „Man kann sich die Trauer vorstellen. Jeden Tag darauf zu warten, dass das geliebte Tier nach Hause kommt. Aber es kam nicht“, schreibt Elfi Kirchdorfer, Vorsitzende des Tierschutzvereins Harlingerland.

Die erste Nacht war kritisch

Dehydriert, unterkühlt und nur am Schreien waren die vier kleinen Kätzchen, als sie bei Jennifer Kaven ankamen. Mit so jungen Katzen hat die zweite Vorsitzende des Tierschutzvereins Harlingerland zunächst nicht gerechnet. „Es kommt manchmal vor, dass sehr junge Kätzchen angekündigt werden, wir dann aber herausfinden, dass sie schon mehrere Wochen alt sind“, erklärt sie.

Diesmal waren die Kätzchen jedoch wirklich sehr jung, nicht älter als zwei Wochen. „Zu Anfang waren die Vier kaum zu beruhigen“, sagt Kaven als sie sich an den 13. Oktober erinnert. Die ersten zwei Stunden musste sie die Kätzchen alle 30 Minuten füttern. Obwohl sie jetzt in guten Händen waren, war die erste Nacht kritisch. „Wir wussten nicht, ob die Kleinen es schaffen werden“, sagt Kaven, die von Beruf Tierarzthelferin ist.

Aus dem Anzeiger für Harllingerland vom 30.12.2020

Illegaler Handel mit Katzen

Verein warnt: Katzenschutzverordnung einhalten

Artikel über illegale Katzenzucht
Anzeiger für Harlingerland vom 12.06.2020

Mit Sorge und Unverständnis beobachtet der Tierschutzverein Harlingerland die sich häufenden Anzeigen bei Ebay-Kleinanzeigen, in denen Katzenbabys, manchmal zu hohen Preisen, angeboten werden. Dabei handelt es sich sowohl um Tiere von Privatpersonen als auch von mehr oder weniger seriösen Züchtern, teilt der Tierschutzverein mit.

„Offensichtlich ignorieren die Menschen die bestehenden Katzenschutzverordnungen in den Gemeinden oder aber sie sind nicht ausreichend informiert“, sagt der Vorstand des Vereins, der auf die bestehenden Verordnungen in Esens, Friedeburg, Wittmund, Wangerland, Wiesmoor, Wilhelmshaven, Norden und Dornum hinweist. Darin ist fixiert, dass Katzen, die Freigang erhalten, kastriert werden müssen.

Auch das Züchten von Katzen ist untersagt. „Viele Züchter sind der Meinung, dass es ausreichend ist, wenn sie in einem Katzenzuchtverband Mitglied sind. Das allein genügt aber nicht für eine legale Zucht. Diese Erlaubnis darf nur seitens des Ordnungsamtes erfolgen“, sagt Elfi Kirchdorfer, die Vorsitzende des Tierschutzvereins. Auch Wohnungskatzen dürfen sich nicht vermehren, so der Verein.

Lesen Sie weiter bei lokal26.de: „Illegaler Handel mit kleinen Katzen

Katzenkastrationsaktion vom 04.11.19 bis 20.12.19

Initiiert durch die Landesbeauftragte für Tierschutz in Niedersachsen und unterstützt durch weitere Projektpartner (bpt – Landesverband Niedersachsen e.V., Deutscher Tierschutzbund – Landesverband Niedersachsen e.V., Deutscher Tierschutzbunde e.V. – Bundesgeschäftsstelle, TASSO-Haustierzentralregister für die Bundesrepublik Deutschland e.V., Verband der niedersächsischen Tierschutzvereine – VNT e.V., Bund gegen Missbrauch der Tiere – BMT e.V.) koordiniert die Tierärztekammer Niedersachsen im Zeitraum vom 04. November bis 20. Dezember 2019 wiederholt eine Aktion zur Unterstützung der Kastration freilebender, herrenloser Katzen und Kater durch.

Tiere, die diese Voraussetzungen erfüllen, sollen für die beteiligten Überbringer (in der Regel gemeinnützige Vereine, Tierheime und ehrenamtlich für diese Tätige) möglichst kostenneutral kastriert, gekennzeichnet und registriert werden. Damit wird weiterhin das Ziel verfolgt, durch die Kastration von einer signifikanten Anzahl wiederum die Zahl der Streunerkatzen in Niedersachsen zu verringern und insbesondere die Nachhaltigkeit der vorangegangenen Aktionen zu sichern sowie wirksam die Bestände zu regulieren.

Das gemeinsame Projekt verfolgt zum anderen das Ziel, Tierheime und Tierschutzvereine in ihrer Arbeit bei der Betreuung von freilebenden, herrenlosen Katzenpopulationen finanziell zu entlasten. Aktuell werden die entsprechenden Kosten für herrenlose Tiere nur von einem Teil der niedersächsischen Kommunen übernommen. Daher wird mit einer Zuschussförderung seitens des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie Geldspenden der benannten Akteure ein Fond geschaffen, aus dem die GOT-konforme Vergütung entsprechender Behandlungen durch beteiligte Tierärztinnen/Tierärzte erfolgen wird.

Der Tierärztekammer kommt hierbei die Koordination, Verwaltung und Abwicklung der Aktion zu. Wir danken schon jetzt allen Kolleginnen und Kollegen, welche sich tatkräftig im Rahmen der Aktion einbringen. Wie schon anlässlich der letzten Kastrationsaktion im Herbst 2018 erfolgt der Zugang zur Teilnahme mit allen weiteren Informationen und Voraussetzungen über das Mitgliederlogin auf der Homepage der Tierärztekammer (ggf. Neuregistrierung ab 4. November notwendig).

Bitte beachten Sie:
Abrechnungen für ausschließlich während des Aktionszeitraumes nachgewiesene Behandlungen können nur berücksichtigt werden, wenn deren Belege vollständig und entsprechend den Förderbedingungen bis spätestens Mitte Januar 2020 bei der Tierärztekammer eingegangen sind!

Die finanziellen Mittel für die Aktion werden durch folgende Projektpartner zur Verfügung gestellt:

Katzenkastrations-Aktion vom 04.11.2019 - 20.12.2019

Dem Katzenelend bald ein Ende setzen!

Anzeiger für Harlingerland vom 14.03.2019

Tierschutzverein fordert Einführung der Kastrationspflicht
Der Tierschutzverein Harlingerland kümmert sich um Fundtiere, verwilderte und verletzte Katzen, nimmt sie in ihren Pflegestellen auf und versucht, für sie ein gutes Zuhause zu finden. „Leider gibt es im Landkreis Wittmund bislang nur in der Samtgemeinde Esens eine Katzenschutzverordnung mit Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht“, teilt die Vorsitzende des Vereins, Elfi Kirchdorfer, in einer Erklärung mit.

Ansteckende Katzen
Alleine mehr als 70 Katzen wurden im vergangenen Jahr durch den Verein kastriert. 300 Katzen waren es im Rahmen der Kastrationsaktion des Landes Niedersachsen im Landkreis Wittmund. „Alleine in Deutschland wird die Zahl der verwilderten Hauskatzen auf zwei Millionen geschätzt. Die Zahl nimmt weiter zu, da es immer noch verantwortungslose Tierhalter gibt, die beim Umzug ihre Katzen zurücklassen, sie bei Rolligkeit rausschmeißen und ihrem Schicksal überlassen oder auf andere Weise entsorgen“, so die Vorsitzende. Es sei wichtig, an die Verantwortung der Besitzer zu appellieren, damit sie sich vor der Anschaffung eines Haustieres Gedanken über die Folgekosten machen. Kastrationen, Impfungen und tierärztliche Behandlungen im Krankheitsfall kosten Geld, sagt Kirchdorfer.

Lesen Sie den kompletten Artikel im Anzeiger für Harlingerland vom 14. März 2019.