Wiedersehen an Weihnachten

Ein kleines Weihnachtswunder erlebte eine Familie aus Wittmund am zweiten Weihnachtsfeiertag: Nach eineinhalb Jahren tauchte ihre Katze Marylin wieder auf. Marylin verschwand plötzlich. Sie war aus der Tür gelaufen und nicht mehr zurückgekehrt.

Die im Juli 2019 geschaltete Suchanzeige bei Facebook blieb ohne Erfolg. Marylin blieb verschwunden. „Man kann sich die Trauer vorstellen. Jeden Tag darauf zu warten, dass das geliebte Tier nach Hause kommt. Aber es kam nicht“, schreibt Elfi Kirchdorfer, Vorsitzende des Tierschutzvereins Harlingerland.

Die erste Nacht war kritisch

Dehydriert, unterkühlt und nur am Schreien waren die vier kleinen Kätzchen, als sie bei Jennifer Kaven ankamen. Mit so jungen Katzen hat die zweite Vorsitzende des Tierschutzvereins Harlingerland zunächst nicht gerechnet. „Es kommt manchmal vor, dass sehr junge Kätzchen angekündigt werden, wir dann aber herausfinden, dass sie schon mehrere Wochen alt sind“, erklärt sie.

Diesmal waren die Kätzchen jedoch wirklich sehr jung, nicht älter als zwei Wochen. „Zu Anfang waren die Vier kaum zu beruhigen“, sagt Kaven als sie sich an den 13. Oktober erinnert. Die ersten zwei Stunden musste sie die Kätzchen alle 30 Minuten füttern. Obwohl sie jetzt in guten Händen waren, war die erste Nacht kritisch. „Wir wussten nicht, ob die Kleinen es schaffen werden“, sagt Kaven, die von Beruf Tierarzthelferin ist.

Aus dem Anzeiger für Harllingerland vom 30.12.2020

Illegaler Handel mit Katzen

Verein warnt: Katzenschutzverordnung einhalten

Artikel über illegale Katzenzucht
Anzeiger für Harlingerland vom 12.06.2020

Mit Sorge und Unverständnis beobachtet der Tierschutzverein Harlingerland die sich häufenden Anzeigen bei Ebay-Kleinanzeigen, in denen Katzenbabys, manchmal zu hohen Preisen, angeboten werden. Dabei handelt es sich sowohl um Tiere von Privatpersonen als auch von mehr oder weniger seriösen Züchtern, teilt der Tierschutzverein mit.

„Offensichtlich ignorieren die Menschen die bestehenden Katzenschutzverordnungen in den Gemeinden oder aber sie sind nicht ausreichend informiert“, sagt der Vorstand des Vereins, der auf die bestehenden Verordnungen in Esens, Friedeburg, Wittmund, Wangerland, Wiesmoor, Wilhelmshaven, Norden und Dornum hinweist. Darin ist fixiert, dass Katzen, die Freigang erhalten, kastriert werden müssen.

Auch das Züchten von Katzen ist untersagt. „Viele Züchter sind der Meinung, dass es ausreichend ist, wenn sie in einem Katzenzuchtverband Mitglied sind. Das allein genügt aber nicht für eine legale Zucht. Diese Erlaubnis darf nur seitens des Ordnungsamtes erfolgen“, sagt Elfi Kirchdorfer, die Vorsitzende des Tierschutzvereins. Auch Wohnungskatzen dürfen sich nicht vermehren, so der Verein.

Lesen Sie weiter bei lokal26.de: „Illegaler Handel mit kleinen Katzen

Katzenkastrationsaktion vom 04.11.19 bis 20.12.19

Initiiert durch die Landesbeauftragte für Tierschutz in Niedersachsen und unterstützt durch weitere Projektpartner (bpt – Landesverband Niedersachsen e.V., Deutscher Tierschutzbund – Landesverband Niedersachsen e.V., Deutscher Tierschutzbunde e.V. – Bundesgeschäftsstelle, TASSO-Haustierzentralregister für die Bundesrepublik Deutschland e.V., Verband der niedersächsischen Tierschutzvereine – VNT e.V., Bund gegen Missbrauch der Tiere – BMT e.V.) koordiniert die Tierärztekammer Niedersachsen im Zeitraum vom 04. November bis 20. Dezember 2019 wiederholt eine Aktion zur Unterstützung der Kastration freilebender, herrenloser Katzen und Kater durch.

Tiere, die diese Voraussetzungen erfüllen, sollen für die beteiligten Überbringer (in der Regel gemeinnützige Vereine, Tierheime und ehrenamtlich für diese Tätige) möglichst kostenneutral kastriert, gekennzeichnet und registriert werden. Damit wird weiterhin das Ziel verfolgt, durch die Kastration von einer signifikanten Anzahl wiederum die Zahl der Streunerkatzen in Niedersachsen zu verringern und insbesondere die Nachhaltigkeit der vorangegangenen Aktionen zu sichern sowie wirksam die Bestände zu regulieren.

Das gemeinsame Projekt verfolgt zum anderen das Ziel, Tierheime und Tierschutzvereine in ihrer Arbeit bei der Betreuung von freilebenden, herrenlosen Katzenpopulationen finanziell zu entlasten. Aktuell werden die entsprechenden Kosten für herrenlose Tiere nur von einem Teil der niedersächsischen Kommunen übernommen. Daher wird mit einer Zuschussförderung seitens des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie Geldspenden der benannten Akteure ein Fond geschaffen, aus dem die GOT-konforme Vergütung entsprechender Behandlungen durch beteiligte Tierärztinnen/Tierärzte erfolgen wird.

Der Tierärztekammer kommt hierbei die Koordination, Verwaltung und Abwicklung der Aktion zu. Wir danken schon jetzt allen Kolleginnen und Kollegen, welche sich tatkräftig im Rahmen der Aktion einbringen. Wie schon anlässlich der letzten Kastrationsaktion im Herbst 2018 erfolgt der Zugang zur Teilnahme mit allen weiteren Informationen und Voraussetzungen über das Mitgliederlogin auf der Homepage der Tierärztekammer (ggf. Neuregistrierung ab 4. November notwendig).

Bitte beachten Sie:
Abrechnungen für ausschließlich während des Aktionszeitraumes nachgewiesene Behandlungen können nur berücksichtigt werden, wenn deren Belege vollständig und entsprechend den Förderbedingungen bis spätestens Mitte Januar 2020 bei der Tierärztekammer eingegangen sind!

Die finanziellen Mittel für die Aktion werden durch folgende Projektpartner zur Verfügung gestellt:

Katzenkastrations-Aktion vom 04.11.2019 - 20.12.2019

Dem Katzenelend bald ein Ende setzen!

Anzeiger für Harlingerland vom 14.03.2019

Tierschutzverein fordert Einführung der Kastrationspflicht
Der Tierschutzverein Harlingerland kümmert sich um Fundtiere, verwilderte und verletzte Katzen, nimmt sie in ihren Pflegestellen auf und versucht, für sie ein gutes Zuhause zu finden. „Leider gibt es im Landkreis Wittmund bislang nur in der Samtgemeinde Esens eine Katzenschutzverordnung mit Kastrations-, Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht“, teilt die Vorsitzende des Vereins, Elfi Kirchdorfer, in einer Erklärung mit.

Ansteckende Katzen
Alleine mehr als 70 Katzen wurden im vergangenen Jahr durch den Verein kastriert. 300 Katzen waren es im Rahmen der Kastrationsaktion des Landes Niedersachsen im Landkreis Wittmund. „Alleine in Deutschland wird die Zahl der verwilderten Hauskatzen auf zwei Millionen geschätzt. Die Zahl nimmt weiter zu, da es immer noch verantwortungslose Tierhalter gibt, die beim Umzug ihre Katzen zurücklassen, sie bei Rolligkeit rausschmeißen und ihrem Schicksal überlassen oder auf andere Weise entsorgen“, so die Vorsitzende. Es sei wichtig, an die Verantwortung der Besitzer zu appellieren, damit sie sich vor der Anschaffung eines Haustieres Gedanken über die Folgekosten machen. Kastrationen, Impfungen und tierärztliche Behandlungen im Krankheitsfall kosten Geld, sagt Kirchdorfer.

Lesen Sie den kompletten Artikel im Anzeiger für Harlingerland vom 14. März 2019.

Ein „wildes“ Weihnachtswunder

Bericht über die Arbeit des Tierschutzvereines Harlingerland im Anzeiger für Harlingerland vom 24.12.2018

So ganz geheuer ist Winnie das Spielzeug noch nicht, aber neugierig, das ist er. Nach ein paar Minuten traut sich der kleine schwarz-weiße Kater dann doch und tappst mit der Pfote nach dem Fisch an der Angelschnur, während sich sein Spielgefährte Wanja einen warmen, gemütlichen Platz im Wohnzimmer sucht.
Die jungen Katzen fühlen sich sichtlich wohl und fangen an, wie Jungkatzen unbeschwert herumzutollen und zu spielen. Nach und nach leben sich die beiden drei Monate alten Tiere ein und fassen Vertrauen, seit sie der Tierschutzverein Harlingerland (TSV) gerettet hat – ein „wildes“ Weihnachtswunder.
Wie den beiden Kleinen geht es vielen Katzen: Verlassen, verwahrlost und krank werden sie sich selbst überlassen und haben ausgesetzt kaum eine Überlebenschance. Werden sie rechtzeitig gefunden, kümmern sich Tierfreunde mit viel Liebe und Fürsorge um die Hunde sowie Katzen und tun alles, um sie zu retten.
Zu den ehrenamtlichen Helfern gehört der Tierschutzverein Harlingerland. Elfi Kirchdorfer ist Vorsitzende des Vereins. Bei ihr in Werdum leben acht Katzen: Drei eigene und fünf aus dem Tierschutz. Ein umzäunter Freigang oder ein gesicherter Balkon sind ihr am liebsten. Ihre Hündin Kaya ist auch ein Schutztier. Mit ihrem hellen Fell, das im Winter flauschiger wird, sieht sie aus wie ein etwas kleinerer Labrador. „Vermutlich ist Husky bei ihr mit drin“, erzählt Elfi Kirchdorfer lächelnd und streichelt die zutrauliche Hündin.

Dieser Text von Ina Frerichs ist am 24. Dezember 2018 im Anzeiger für Harlingerland erschienen.